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Die Heimat
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Die Heimat (Kurzbezeichnung HEIMAT,cite-ref-4[4] stilisiert HEIMAT!) ist eine rechtsextreme und neonazistische deutsche Partei, die 1964 als Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) gegrßndet und im Juni 2023 umbenannt wurde.cite-ref-5[5]cite-ref-6[6] Mit der Umbenennung spalteten sich einige Verbände ab und grßndeten eine neue Partei, welche weiterhin den Namen NPD trägt. Nach Einschätzung zahlreicher Politikwissenschaftler, Historiker sowie des Bundesverfassungsgerichts weist sie eine programmatische und sprachliche Nähe zur NSDAP aufcite-ref-7[7] und vertritt eine vÜlkisch-nationalistische und revanchistische Ideologie.
In den Jahren nach ihrer Grßndung erzielte die NPD einige Wahlerfolge und war von 1966 bis 1972 in zeitweise sieben deutschen Landesparlamenten vertreten. Bei der Bundestagswahl 1969 verfehlte sie mit 4,3 % der Stimmen relativ knapp den Einzug in den Bundestag. Ab den frßhen 1970er Jahren verlor sie stark an Bedeutung und verfßgte nur noch ßber kommunale Mandate. Die Kooperation mit der DVU fßhrte die Partei zunächst nicht aus der politischen Bedeutungslosigkeit, bis sie in den 2000er Jahren in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern erneut in Landtage gewählt wurde, wo sie jeweils zwei Legislaturperioden vertreten blieb. Aufgrund des Wegfalls aller Sperrklauseln bei der Europawahl 2014 gelang es ihr mit 1,0 % der Stimmen, einen Vertreter ins Europaparlament zu entsenden. Inzwischen gingen alle diese Mandate wieder verloren.
Gegen die NPD wurden zwei Parteiverbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht nach Art. 21 des Grundgesetzes durchgefĂźhrt. Das erste Verbotsverfahren scheiterte 2003 aus verfahrensrechtlichen GrĂźnden. Der zweite Verbotsantrag wurde 2017 als unbegrĂźndet zurĂźckgewiesen. Die Partei sei zwar eindeutig verfassungsfeindlich, wesensverwandt mit dem historischen Nationalsozialismus und wolle âdie bestehende Verfassungsordnung durch einen an der ethnisch definierten âVolksgemeinschaftâ ausgerichteten autoritären Nationalstaat ersetzenâ,cite-ref-8[8] aufgrund ihrer aktuellen Bedeutungslosigkeit im politischen Geschehen kĂśnne sie ihre Ziele jedoch nicht verwirklichencite-ref-9[9]. Am 23. Januar 2024 schloss das Bundesverfassungsgericht die Partei fĂźr sechs Jahre von der Parteienfinanzierung aus, da sie sich weiterhin gegen die fĂźr den freiheitlichen demokratischen Verfassungsstaat unverzichtbaren Grundprinzipien wende und auf deren Beseitigung ausgerichtet sei.cite-ref-bvg24-009-10-0[10]
Auf einem Bundesparteitag am 3. Juni 2023 in Riesa beschloss eine Mehrheit von 77 Prozent der Delegierten, die NPD mit sofortiger Wirkung in Die Heimat umzubenennen.cite-ref-11[11] Mit dem neuen Namen und Erscheinungsbild waren nicht alle Mitglieder einverstanden, so dass sich 2024 eine konkurrierende Partei unter dem alten Namen NPD konstituierte.cite-ref-12[12]
Aus GrĂźnden der historischen Genauigkeit wird die Partei in den Abschnitten, die sich auf die Zeit bis Juni 2023 beziehen, mit dem Namen âNPDâ bezeichnet, den sie damals fĂźhrte.
Contents
⢠Parteipolitik
⢠Dresdner Schule
⢠Bundesvorstand
⢠Finanzen
⢠GeldvermÜgen
⢠Geschichte
⢠Verbotsverfahren
⢠Wahlergebnisse
⢠Ehrenvorsitzende
⢠Parteitage
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Inhaltliches Profil
Allgemeine Inhalte
Die Partei verfolgt die Idee einer homogenen Volksgemeinschaft, die sie als Gegenmodell zur liberalen Demokratie der westlichen Welt versteht. Die ZugehĂśrigkeit zu dieser vĂślkischen Gemeinschaft wird von ihr nach rassischen Kriterien definiert.cite-ref-vs-bericht-2012-13-0[13] Nach Ansicht der Partei mĂźsse die âwahreâ Demokratie als âdeutsche Volksherrschaftâ konzipiert sein (daher die Eigenbezeichnung ânationaldemokratischâ), woraus sie zahlreiche weitere Forderungen ableitet.cite-ref-vs-bericht-2012-13-1[13]
Laut Verfassungsschutzbericht des Bundes 2012 sind die Zielvorstellungen der NPD aufgrund ihrer âantipluralistische[n, ausgrenzende[n und antiegalitäre[n Merkmaleâ unvereinbar âmit den demokratischen und rechtsstaatlichen Wesensmerkmalen des Grundgesetzesâ.cite-ref-vs-bericht-2012-13-2[13] Die ideologischen Positionen der Partei seien âAusdruck eines geschlossen rechtsextremistischen Weltbilds.âcite-ref-vs-bericht-2012-13-3[13]
Die Partei propagiert in ihrem Grundsatzprogramm einen vĂślkischen Nationalismus. Dort wird die WĂźrde des Menschen an die ZugehĂśrigkeit zu einem Volk gebunden. Dieses Volk, nicht den einzelnen Menschen, stellt die Partei in den Mittelpunkt ihrer Politik und unterscheidet sich damit von demokratischen Parteien. Dem Staat komme dabei die Aufgabe zu, die Verantwortung fĂźr das Volk zu tragen. Die Heimat sieht das Volk als eine ethnisch und ârassischâ homogene Einheit, wonach ein Deutscher nur aufgrund seiner deutschen Abstammung Deutscher (Volksdeutscher) ist und nicht allein aufgrund seiner deutschen StaatsangehĂśrigkeit (Passdeutscher). Eine âVerleihung bedruckten Papiersâ kĂśnne, so die Partei, nicht âdie biologischen Erbanlagenâ verändern.cite-ref-14[14]cite-ref-15[15]cite-ref-16[16] Die Zuwanderung von AngehĂśrigen âartverwandterâ Kulturen kann laut Partei jedoch zugelassen werden.cite-ref-17[17] In den Parteiprogrammen wie auch Ăśffentlichen ĂuĂerungen ihrer Mitglieder bzw. Mandatsträger lassen sich sowohl ethnopluralistische als auch biologistisch-rassistische Argumentationen feststellen.cite-ref-18[18]cite-ref-19[19]
Aus diesen Grundsätzen leitet die Partei ihre konkreten politischen Forderungen ab. Dazu gehĂśrt die Forderung, Deutschland von ânegativen EinflĂźssen aus dem Auslandâ abzugrenzen. Alle Lebensbereiche, sei es in der Wirtschaft, der Politik oder in der Kultur, sollen ausschlieĂlich national ausgerichtet werden. âMultiethnische Exzesse, denen derzeitig das deutsche Volk ausgesetztâ sei, und âĂberfremdungâ mĂźssten verhindert werden.cite-ref-20[20] Dementsprechend will die Partei die Ausweisung der nichtdeutschen BevĂślkerung aus der Bundesrepublik, die WiedereinfĂźhrung der Deutschen Mark und den Austritt Deutschlands aus internationalen BĂźndnissen wie NATO und EU durchsetzen. Die seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Deutschland stationierten Streitkräfte der Vereinigten Staaten sollen abgezogen werden. Auch fordert die Partei die Abschaffung des Asylrechts, kämpft gegen eine aus ihrer Sicht bestehende âIslamisierungâ Deutschlands, kritisiert die hohen Nettozahlungen Deutschlands an die Europäische Union und ist gegen den EU-Beitritt der TĂźrkei. In der Ideologie der Heimat sind antisemitische Positionen tief verankert, die sich teils in der Nutzung antisemitischer Chiffren offenbaren, teils jedoch auch unverhohlen zutage treten.cite-ref-21[21] Repräsentanten der Partei relativieren den Holocaust und sprechen von einer vermeintlichen erpresserischen âHolocaust-Industrieâ, zudem kommt es zu Verbalattacken gegen den Zentralrat der Juden in Deutschland.cite-ref-bpb-22-0[22] Ferner lässt sich in der Heimat eine sowohl latente als auch offene Feindschaft zum Staat Israel konstatieren, die unter anderem in antizionistisch motivierten Solidaritätsbekundungen, z. B. gegenĂźber der iranischen und venezolanischen Regierung, zum Ausdruck kommt. Der NPD-Bundesverband kommentierte das 70-jährige GrĂźndungsjubiläum des Staates Israel am 14. Mai 2018 auf Twitter mit dem Satz âIsrael ist und bleibt der Feind aller VĂślker, die um nationale und soziale Befreiung ringen.âcite-ref-23[23] Die Partei lehnt Interventionseinsätze der Bundeswehr wie im Irak und in Afghanistan ab.
Die Heimat plädiert fĂźr einen autoritären Staat, der den âWillen der Volksgemeinschaftâ durchsetzen soll. Das Programm der Partei greift verschiedene nationalistische und antikapitalistische Aspekte auf. Dies erinnert nach Ansicht von Historikern vom Sprachgebrauch her an den Nationalsozialismus. So wird zum Beispiel die âdeutsche Familieâ, in der die Frau vor allem Hausfrau und Mutter sein soll, als das beste Lebensmodell dargestellt. Die Tätigkeit als Hausfrau soll als Beruf gesetzlich anerkannt werden. Lebensformen auĂer der traditionellen Familie werden abgelehnt. SchwangerschaftsabbrĂźche sollen nur nach Vergewaltigung oder bei Risiken fĂźr das Leben der Mutter erlaubt sein.cite-ref-24[24] Auf dem Gebiet der Bildungspolitik wendet sich die Partei gegen einen aus ihrer Sicht bestehenden Egalitarismus, mit der eine âneue Gesellschaftâ geschaffen werden solle, und fordert eine begabungs- und leistungsabhängige FĂśrderung.cite-ref-25[25] In der Wirtschaftspolitik werden Parolen wie âDie Wirtschaft muss dem deutschen Volk dienenâ oder âDer gesamte Grund und Boden ist Eigentum des Volkesâ benutzt. Die Partei fordert eine Volksabstimmung Ăźber die WiedereinfĂźhrung der Todesstrafe, die bei schweren Kriminaldelikten wie Kindes- oder Raubmord angewendet werden kĂśnnte.cite-ref-26[26] Verstärkt bedient sich die Partei auch Ăśkologischer Themen, so spricht sie sich fĂźr biologische Landwirtschaft sowie gegen Atomkraft, Gentechnik, Ăberfischung, Neobiota, Massentierhaltung oder Tierversuche aus, allerdings unter nationalistischen, rassistischen und âvolkshygienischenâ Gesichtspunkten.cite-ref-27[27] Aufgrund der Mischung aus radikaler Fremdenfeindlichkeit, Homophobie,cite-ref-28[28] Antisemitismus, Behindertenfeindlichkeit,cite-ref-spon-871913-29-0[29] nationalistischem Gesellschaftsmodell, populistisch-antikapitalistischen Parolen und dem Glauben an eine autoritäre FĂźhrung sahen Experten Ăhnlichkeiten zwischen der Programmatik der NPD und jener der NSDAP der 1920er- und frĂźhen 1930er-Jahre.cite-ref-ts452009-30-0[30] Wie diese mĂśchte die Partei nicht nur bestimmte politische Ziele durchsetzen, sondern das heute herrschende System des demokratischen Rechts- und Verfassungsstaates beseitigen, weshalb die Partei als verfassungsfeindlich eingestuft wird. Auf ihrer Internetseite bezeichnet die Partei das Grundgesetz als âDiktat der westlichen Siegermächteâ und fordert mit Verweis auf Artikel 146 GG, dass es durch eine neue Verfassung abgelĂśst werden solle.cite-ref-bpb-22-1[22] In dieser Verfassung sollen laut ihr dann âVolksabstimmungen verankert, ein volksgewählter Bundespräsident mit starken Vollmachten institutionalisiertâ und der âschädliche ParteieneinfluĂ beschnittenâ sein. Sie gibt jedoch gleichzeitig an, einzelne, von ihr als positiv eingestufte Grundgesetzartikel schĂźtzen zu wollen, um sie als âWaffe gegen die vollständige Entmachtung des deutschen Volkssouveränsâ einzusetzen.cite-ref-31[31]
Geschichtsrevisionismus
Die Heimat lehnt die im Zwei-plus-Vier-Vertrag 1990 festgeschriebenen Grenzen ab und fordert die Wiederherstellung Deutschlands in seinen âgewachsenen Grenzenâ. Unklar ist, ob damit die Wiederherstellung des Bestands von 1937 und damit die Wiedereingliederung der 1945 verlorenen Ostgebiete oder nur eines Teiles davon gemeint ist oder ob noch weitergehende Revisionen, die durch den Versailler Vertrag abgetrennte oder durch das MĂźnchener Abkommen hinzugekommene Gebiete betreffen, darunter verstanden werden.
Ebenso strebt die Partei eine umfassende Revision der Geschichtsschreibung Ăźber die Zeit des Nationalsozialismus an. Auf ihren Webseiten wird behauptet, dass die Alliierten schuld am Ausbruch des Zweiten Weltkrieges gewesen seien, dass Deutschland 1945 nicht befreit wurde und seit der Kriegsniederlage unter Fremdherrschaft stehe.cite-ref-32[32] Die historische Schuld der NS-Täter, Kriegsverbrecher in SS und Wehrmacht sowie der Millionen Mitläufer, durch welche die Verbrechen des Nationalsozialismus erst mĂśglich wurden, lässt Die Heimat, wenn Ăźberhaupt, nicht ohne Verweis auf die deutschen Opfer des Zweiten Weltkrieges gelten. Zu einem in den Medien als skandalĂśs betrachteten Vorfall entwickelte sich die Entscheidung der damaligen sächsischen NPD-Landtagsfraktion, der am 21. Januar 2005 abgehaltenen Schweigeminute fĂźr âalle Opferâ nicht beizuwohnen â man wollte alleinig der âdeutschen Opfer des alliierten Bombenangriffs auf Dresdenâ gedenken.cite-ref-33[33]cite-ref-34[34]cite-ref-35[35] Zudem nutzt die Partei die breite gesellschaftliche Diskussion Ăźber Vergangenheitsbewältigung und Erinnerung an den Holocaust zur Verbreitung antisemitischer Propaganda. Die Partei kann dabei an einen Ăśffentlichen politischen Diskurs anknĂźpfen, in dem ein angebliches ĂbermaĂ an âAntisemitismusvorwĂźrfenâ und nicht der Antisemitismus problematisiert wird.cite-ref-36[36] Zum 8. Mai 2021, dem Tag der Befreiung, schrieb die damalige NPD auf Facebook: âHalb Europa unter Stalins Herrschaft, Frankreich und England nun Vasallen der USA oder besser gesagt der US-Hochfinanz und der ganze Kontinent in TrĂźmmern. Wer sollte da feiern?â Laut dem Bericht des Verfassungsschutz belegt dieses Zitat die Relativierung der NS-Verbrechen und des Leids der Opfer des NS-Regimes, zugleich werde mit dem Codewort âHochfinanzâ an antisemitische Stereotype angeknĂźpft, wonach finanzstarke jĂźdische Kreise die Weltpolitik in ihrem Sinn lenken wĂźrden.cite-ref-37[37]
Grundsatzprogramm
Im aktuellen Grundsatzprogramm, beschlossen auf ihrem Bundesparteitag am 4./5. Juni 2010 in Bamberg, Ăźbernahm die Partei mit den Schlagworten âArbeit. Familie. Vaterland.â die Losung Travail, Famille, Patrie des Vichy-Regimes.
AuĂenpolitik
Die auĂenpolitischen Grundsätze von Die Heimat gehen auf die Prinzipien des Isolationismus und Neutralismus zurĂźck. Sie lehnt Auslandseinsätze der Bundeswehr im Allgemeinen und das Einhalten der BĂźndnistreue gegenĂźber der NATO im Speziellen ab. Die Heimat bezeichnet die RechtmäĂigkeit der Grenzen Deutschlands mit seinen direkten Nachbarn als von den damaligen Alliierten aufgezwungen und strebt eine Revidierung der im Potsdamer Abkommen gefällten territorialen Entscheidungen an.
Die Heimat lehnt den EU-Beitritt der TĂźrkei als nicht zu Europa gehĂśrig ab und betont den diplomatischen Ausgleich mit Russland. Sie fordert darĂźber hinaus eine ersatzlose Streichung der so genannten Feindstaatenklausel, die bereits mit der Resolution 49/58 von der UN-Generalversammlung am 9. Dezember 1994 fĂźr âobsoletâ erklärt wurde.
Bildungspolitik
Die Heimat richtet sich gegen den FĂśderalismus im Bildungswesen und fordert fĂźr dieses eine Zentralisierung auf Bundesebene. Die Partei tritt fĂźr das mehrgliedrige Schulsystem ein, das eine unterschiedliche Leistungsfähigkeit der SchĂźler abbilden soll. Leistungsunterschiede aufgrund sozialer Unterschiede sollen durch Einrichtung einer Vorschule verringert werden. Im Hochschulwesen lehnt die Partei den Bologna-Prozess ab und fordert ein gebĂźhrenfreies Erststudium. Die Finanzierung der Hochschulen habe ausschlieĂlich aus staatlichen Mitteln zu erfolgen.
Die Partei ist fßr die Segregation bzw. die so genannte Rassentrennung im Bildungswesen.cite-ref-38[38] Sie fordert darßber hinaus die Rßckgängigmachung der Rechtschreibreform und die Erhebung eines Schutzes der deutschen Sprache zum Verfassungsrang. Ebenso richtet sich Die Heimat in ihrer Bildungspolitik gegen die deutsche Vergangenheitsbewältigung.
Energiepolitik
Die zentralen Ziele der Energiepolitik der Partei sind Versorgungssicherheit, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit. Durch die Stärkung inländischer Energieerzeuger und der erneuerbaren Energien soll eine Unabhängigkeit vom transnationalen Energiemarkt erreicht werden. Zusätzlich sollen im Sinne einer angestrebten Energieautarkie die Rohstoffreserven ausgeweitet werden. Die Heimat betont den strategischen Energiehandel mit Russland als wichtiges Fundament in diesem Konzept.
Europapolitik
Angelehnt an den Ausspruch von Charles de Gaulle âEuropa der Vaterländerâ fordert Die Heimat auf Grundlage einer ethnischen ZugehĂśrigkeit ein âEuropa der VĂślkerâ. Aus GrĂźnden der nationalen Souveränität fordert Die Heimat ebenso, keine weiteren Hoheitsrechte an die EU abzutreten und vollzogene Kompetenzabtretungen rĂźckgängig zu machen.
Familienpolitik
Die Familienpolitik der Partei richtet sich gegen die Gleichstellung der Geschlechter und betont als Mittel gegen eine vergreisende Gesellschaft die Bedeutung der heterosexuellen Familie. Zur Entlastung und FĂśrderung der Familien fordert Die Heimat zur Ergänzung des Kindergeldes ein Baby-BegrĂźĂungsgeld, ein MĂźttergehalt und ein Familiendarlehen fĂźr (deutsche) Familien. Eine Mutterschaft sei auf die Altersrente anzurechnen. Die Partei richtet sich ebenso gegen das Ehegattensplitting.
Innenpolitik
Die Heimat sieht die aktuelle Gesellschaft in einem Vor-BĂźrgerkriegs-Szenario und fordert daher die Beseitigung sozialer und ethnischer Brennpunkte in städtischen Ballungszentren. Ebenso sollen in Deutschland wieder Grenzkontrollen eingefĂźhrt und das Schengener Abkommen einseitig aufgekĂźndigt werden. DarĂźber hinaus mĂśchte die Partei eine Einschränkung des Daten- und Informationsaustauschs mit ausländischen SicherheitsbehĂśrden. Des Weiteren verfolgt Die Heimat eine AuflĂśsung des Verfassungsschutzes sowie härtere Strafen bei VerstĂśĂen gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie in Fällen von Kinderpornographie und Pädophilie.
Sozialpolitik
Die Heimat fordert eine eigene âAusländersozialgesetzgebungâ, die durch Arbeitnehmer mit Migrationshintergrund und deren Arbeitgeber zu finanzieren ist. Sie wendet sich gegen die Sozialreform der Agenda 2010 und fordert eine beitragsgerechte Arbeitslosenhilfe und eine damit verbundene Einschränkung des Niedriglohnsektors.
Wirtschaftspolitik
Die Heimat sieht die Unternehmen in einer sozialen Verpflichtung innerhalb einer (neuen) solidarischen Wirtschaftsordnung. Durch staatliche Eingriffe sollen klein- und mittelständische Unternehmen auf bzw. vor dem globalen Markt protegiert werden. Monopole sollen nach dem Willen der Partei unterbunden und die Üffentliche Daseinsvorsorge soll komplett in staatlicher Hand verbleiben. Die Heimat richtet sich gegen Spekulationen auf den Finanzmärkten und fordert u. a. ein Verbot von Hedgefonds.
Nach Fabian Fischer war die Partei den grĂśĂeren Teil ihrer Geschichte keine antikapitalistische Partei. Erst unter der Ăgide Udo Voigts und JĂźrgen Gansels mehrten sich antikapitalistische Deutungsmuster und damit eine ideologische Umorientierung der Partei.cite-ref-39[39]
Verfassungsrechtliche Bewertung der Inhalte durch das Bundesverfassungsgericht
Im Zuge des Verbotsverfahrens 2017 erging vom Bundesverfassungsgericht ein negatives Urteil, welches sich aus der nicht gegebenen Wahrscheinlichkeit eines Erfolgs der Partei bei der Durchsetzung ihrer Ziele ergab. Die von der Partei verfolgten Ziele wurden jedoch als verfassungsfeindlich eingestuft. Insbesondere wird geurteilt, dass es das Ziel der Partei sei, die freiheitlich-demokratische Grundordnung Deutschlands zu beseitigen, und dass sie ein gegen die MenschenwĂźrde verstoĂendes Menschenbild vertrete, da die Politik âauf die Ausgrenzung, Verächtlichmachung und weitgehende Rechtlosstellung von gesellschaftlichen Gruppen (Ausländern, Migranten, religiĂśsen und sonstigen Minderheiten) gerichtetâ sei. Ebenso missachte die NPD die Grundordnung auch aus demokratischer Sicht. Insgesamt sei eine âWesensverwandtschaftâ mit dem Nationalsozialismus vorhanden, die sich z. B. durch Verherrlichung von NS-FĂźhrungsfiguren und aus antisemitischen ĂuĂerungen ergebe.cite-ref-40[40] In einem anderen Verfahren stellte das Gericht mit Urteil vom 23. Januar 2024 erneut fest, dass die Partei die freiheitliche demokratische Grundordnung missachte. Sie sei auch nach ihren Zielen und dem Verhalten ihrer Mitglieder und Anhänger auf deren Beseitigung ausgerichtet.cite-ref-bvg24-009-10-1[10]
Parteipolitik
Dresdner Schule
Im November 2006 wurde erstmals die so genannte âDresdner Schuleâ auf einer Pressekonferenz im sächsischen Landtag vorgestellt. Diese sollte der NPD als âDenkfabrikâ dienen und verstand sich als Gegensatz zur Frankfurter Schule um Max Horkheimer und Theodor W. Adorno. Sie âsagt den Multikulturalisten und Umvolkern den politischen Kampf anâ, um ein revisionistisches Geschichtsverständnis zu etablieren, das es ermĂśglichen soll, die Deutschen als âschuldkomplex-beladenes Volk seelisch wieder gesundenâ zu lassen.cite-ref-41[41] Der Politikwissenschaftler Richard StĂśss bezeichnete diesen Ansatz â wie schon andere Versuche zu einer Intellektualisierung der extremen Rechten (z. B. das Thule-Seminar) â als âletztlich grandios gescheitert.âcite-ref-42[42]
Verhältnis zu den Kameradschaften
FĂźr einige Zeit gingen stringent nationalsozialistisch gesinnte Gruppierungen auf mehr Distanz zur Partei, weil diese ihnen zu bĂźrgerlich erschien. Andererseits wurde auf dem NPD-Parteitag im thĂźringischen Leinefelde im Oktober 2004 der mehrfach vorbestrafte militante Neonazi Thorsten Heise in den Bundesvorstand gewählt.cite-ref-43[43] Dies verdeutlicht erneut Verbindungen der Partei mit den so genannten âfreien Kameradschaftenâ. Die NPD hoffte, durch die Hilfe von Heise die rund 170 freien Kameradschaften, denen etwa 3000 Mitglieder zugerechnet wurden, auf Dauer in ihre politische Arbeit einbeziehen zu kĂśnnen.
Gemäà dem Verfassungsschutzbericht 2004 wurde seit Anfang desselben Jahres eine Annäherung zwischen der NPD und stärker nationalextremistischen Kräften beobachtet. Die Partei sei mit ihrem Konzept einer âdeutschen Volksfrontâ zum Zentrum der EinigungsbemĂźhungen im rechtsextremistischen Lager geworden.cite-ref-44[44] In einem Interview mit der Zeitung Junge Freiheit im Jahr 2004 formulierte der damalige Bundesvorsitzende Udo Voigt dieses Ziel folgendermaĂen: âNatĂźrlich ist der Nationalsozialismus als StrĂśmung in Deutschland auch heute vorhanden. FĂźr die NPD ist er nicht maĂgebend, aber wir versuchen, neben Nationalliberalen und Nationalkonservativen eben auch die nationalsozialistische StrĂśmung zu integrieren, da eine Abgrenzung nur dem politischen Gegner hilft.âcite-ref-45[45]
Zahlreiche Mitglieder der verbotenen, gewaltbereiten Kameradschaft Skinheads Sächsische Schweiz wurden in der Partei aktiv, darunter der wegen Grßndung einer kriminellen Vereinigung verurteilte ehemalige Kopf der Gruppe, Thomas Sattelberg, und ein weiterer vorbestrafter Mitbegrßnder, Thomas Rackow.cite-ref-46[46]
Organisationsstruktur
Bundesvorstand
| Vorsitzender | Peter Schreiber |
|---|---|
| Stellvertretende Vorsitzende | Thorsten Heise , Philipp Neumann |
| Schatzmeister | Stefan KĂśster |
| Bundesorganisationsleiter | Patrick Wieschke |
| Weitere Präsidiumsmitglieder | Klaus Beier (Bundesgeschäftsfßhrer und -pressesprecher), Alexander Neidlein (Generalsekretär), Peter Richter (Amt Recht), Ronny Zasowk (Amt Politik), Daniel Lachmann |
| Beisitzer | Claus Cremer , Thomas GĂźrtler, Stefan Lux, Ariane Meise, Mark Proch, Karin Mundt, Axel Michaelis, Sebastian Weigler |
| Mitglieder kraft Amtes | Hartmut Krien (Vorsitzender der KPV), Antje Menzel (Vorsitzende RNF) |
| Landesvorsitzende ohne Stimmrecht | Manfred BÜrm , Horst GÜrmann, Rainer Hatz, Andreas Käfer, Henry Lippold, Markus Walter |
Daten der Landesverbände
Die Partei ist in allen 16 Bundesländern organisiert.
| Landesverband | | Vorsitzender [ 47 ] | MitÂgliederÂzahl | Ergebnis der letzten Wahl des LandesÂparlaments [ 48 ] [ 49 ] | Ergebnis der BundesÂtagsÂwahl 2021 [ 50 ] |
|---|---|---|---|---|---|
| Baden-WĂźrttemberg | | Marina Djonovic [ 51 ] | 300 [ 52 ] | nicht angetreten ( 2021 ) | 0,1 % |
| Bayern | | Rainer Hatz [ 53 ] | 430 [ 54 ] | nicht angetreten ( 2023 ) | 0,1 % |
| Berlin | | Andreas Käfer | 170 [ 55 ] | 0,1 % ( 2023 ) | 0,1 % |
| Brandenburg | | Klaus Beier | 140 [ 56 ] | nicht angetreten ( 2024 ) | 0,3 % |
| Bremen | | Horst GĂśrmann | keine Angaben [ 57 ] | nicht angetreten ( 2023 ) | 0,1 % |
| Hamburg | | k. A. | 80 [ 58 ] | nicht angetreten ( 2025 ) | 0,1 % |
| Hessen | | Stefan Jagsch | 260 [ 59 ] | nicht angetreten ( 2023 ) | 0,1 % |
| Mecklenburg-Vorpommern | | Stefan KĂśster | 150 [ 60 ] | 0,8 % ( 2021 ) | 0,7 % |
| Niedersachsen | | Manfred BĂśrm [ 61 ] | 180 [ 62 ] | nicht angetreten ( 2022 ) | 0,1 % |
| Nordrhein-Westfalen | | Claus Cremer | 400 [ 63 ] | nicht angetreten ( 2022 ) | 0,1 % |
| Rheinland-Pfalz | | Markus Walter | 100 [ 64 ] | nicht angetreten ( 2021 ) | 0,1 % |
| Saarland | | Frank Franz (kommissarisch) | keine Angaben [ 65 ] | nicht angetreten ( 2022 ) | 0,2 % |
| Sachsen | | Peter Schreiber | 180 [ 66 ] | nicht angetreten ( 2024 ) | 0,3 % |
| Sachsen-Anhalt | | Henry Lippold [ 67 ] | 70 [ 68 ] | 0,3 % ( 2021 ) | 0,2 % |
| Schleswig-Holstein | | Mark Proch | 80 [ 69 ] | nicht angetreten ( 2022 ) | 0,1 % |
| ThĂźringen | | Patrick Wieschke [ 70 ] | 100 [ 71 ] | nicht angetreten ( 2024 ) | 0,3 % |
Jugendorganisation
Die Jugendorganisation der Partei sind die Jungen Nationalisten, die ca. 280 Mitglieder zählen (Stand 2022).cite-ref-72[72] Bis zur Umbenennung im Januar 2018 traten die JN seit ihrer GrĂźndung 1969 als Junge Nationaldemokraten auf. Sie gehĂśren zu den grĂśĂten rechtsextremistischen Jugendorganisationen in Deutschland und organisieren sich Ăźber regionale âStĂźtzpunkteâ sowie Ăźber Landes- und Gebietsverbände. Schwerpunkte liegen dabei in Sachsen, Berlin und Brandenburg. Die JN sind integraler Bestandteil der Partei und in ihrer Satzung dort verankert. Thematisch verwenden die JN viel Energie auf die Mitgliederbindung, weshalb sie Ăśffentlich oft nur wenig wahrgenommen werden. Derzeitiger Vorsitzender ist Sebastian Weigler.cite-ref-73[73] Der Bundesvorsitzende der JN ist kraft seines Amtes Mitglied im Bundesvorstandcite-ref-74[74] der Partei.
Hochschulorganisation
Die Hochschulorganisation der NPD war von den 1960ern bis in die 1990er der Nationaldemokratische Hochschulbund. Heute ist die JN-Unterorganisation Nationaler Bildungskreis fßr die Hochschulpolitik der Partei zuständig.
Frauenorganisation
Mitte September 2006 grĂźndete die NPD mit dem Ring Nationaler Frauen (RNF) eine bundesweite Frauenorganisation. Diese soll als parteiliche Unterorganisation âden Frauen in der NPD als Sprachrohr dienenâ und auch fĂźr ânational denkende, parteienungebundene Frauen ein Ansprechpartnerâ sein.cite-ref-75[75] Die Bundesvorsitzende ist seit Ende Mai 2017 Antje Mentzel.
Kommunalpolitische Vereinigung
Die Kommunalpolitische Vereinigung (KPV) der Partei wurde im Jahr 2003 gegrßndet. Sie versteht sich als bundesweite Interessenvertretung fßr kommunale Mandatsträger der Partei. Ziel ist die Professionalisierung der kommunalpolitischen Aktivitäten von Die Heimat. In Schulungen werden Vernetzung und Erfahrungsaustausch gefÜrdert. Der Vorsitzende der KPV ist der Dresdner Stadtrat Hartmut Krien. Er ist kraft seines Amtes Mitglied des Die-Heimat-Bundesvorstandes.
Presseorgan und andere Parteizeitungen
Die NPD hatte in ihrer Geschichte verschiedene Zeitungen. Offizielles Presseorgan waren zunächst die Deutschen Nachrichten. Nach einer Fusion mit der Deutschen Wochen-Zeitung (DWZ), 1986 vom Verleger und DVU-Vorsitzenden Gerhard Frey aufgekauft, wurde sie daraufhin in Deutsche Wochen-Zeitung â Deutscher Anzeiger umbenannt. 1999 wurde sie mit der ebenfalls von Frey herausgegeben National-Zeitung zusammengelegt. 2019 wurde die National-Zeitung eingestellt.cite-ref-76[76]
Das aktuelle Presseorgan der Partei ist die Deutsche Stimme, die seit 1976 erscheint und zurzeit eine monatliche Auflage von 10.000 hat. Die Deutsche Stimme ist nicht zu verwechseln mit der Stimme Deutschlands, einer Publikation, zunächst des vÜlkischen Flßgels der damaligen NPD, heute offizielle Parteizeitung der neugegrßndeten NPD. Daneben existieren noch regionale und Ürtliche Publikationen wie die Sachsen-Stimme oder Zßndstoff-Nachrichten.
Finanzen
| Einnahmen der NPD im Jahr 2013 | EUR | Anteil |
|---|---|---|
| Staatliche Mittel | 1.253.278,41 | 42,11 % |
| Spenden von natĂźrlichen Personen | 803.057,16 | 26,98 % |
| Mitgliedsbeiträge | 488.859,96 | 16,42 % |
| Sonstige Einnahmen | 179.775,35 | 6,04 % |
| Einnahmen aus Veranstaltungen, Vertrieb von Druckschriften und VerÜffentlichungen und sonstiger mit Einnahmen verbundener Tätigkeit | 139.101,25 | 4,67 % |
| Mandatsträgerbeiträge und ähnliche regelmäĂige Beiträge | 110.758,21 | 3,72 % |
| Spenden von juristischen Personen | 909,00 | 0,03 % |
| Einnahmen aus sonstigem VermĂśgen | 604,45 | 0,02 % |
| Einnahmen aus Unternehmenstätigkeit und Beteiligungen | 0 | 0,00 % |
| Summe | 2.976.343,79 | 100,00 % |
Das ParteivermĂśgen der NPD war nur gering. Immobilien im Wert von etwa 700.000 Euro stand Ende 2005 eine Darlehens-, BĂźrgschafts- und Kreditlast von etwa einer Million Euro entgegen.cite-ref-bt16-5230-77-0[77]
Unternehmensbeteiligungen
Die Heimat ist mit 100 Prozent an der Deutsche Stimme Verlags GmbH in Riesa beteiligt. Der ursprĂźnglich in Bayern angesiedelte Verlag bringt als Hauptprodukt die Parteizeitung Deutsche Stimme heraus.
GeldvermĂśgen
Die Partei ist aufgrund geringer finanzieller Reserven auf Spenden angewiesen. Ihr Beitragsaufkommen macht nur eine halbe Million Euro aus.cite-ref-bt16-5230-77-1[77] Etwa eine Million erhält sie durch Spenden und Mandatsträgerbeiträge. 2005 erhielt die NPD sieben Spenden von mehr als 10.000 Euro, hauptsächlich von eigenen Abgeordneten.
Ende 2006 wurde bekannt, dass die Bundestagsverwaltung rund 870.000 Euro an Parteienfinanzierung von der Partei zurĂźckfordert, da im Landesverband ThĂźringen in den Jahren nach 1996 in groĂem Umfang falsche Spendenbescheinigungen ausgestellt wurden, was u. a. zu einer hĂśheren Parteienfinanzierung gefĂźhrt hat. Im Jahr 1997 machten diese UnregelmäĂigkeiten sechs Prozent der gesamten Spendensumme der Partei aus, im Jahr 1998 zehn Prozent. Daher sieht die Bundestagsverwaltung die Rechenschaftsberichte der betreffenden Jahre als in wesentlichen Teilen unrichtig an, was zu einer kompletten RĂźckforderung der gesamten Parteienfinanzierung dieser Jahre fĂźhrt.cite-ref-78[78]cite-ref-79[79] Als Folge dieser finanziellen Misere entlieĂ die Partei zehn der zwĂślf Mitarbeiter der Bundesgeschäftsstelle. DarĂźber hinaus wurde berichtet, dass groĂe Teile des ImmobilienvermĂśgens der NPD bzw. Der Heimat mit Hypotheken belastet sind und somit mĂśglicherweise nicht als Sicherheiten fĂźr die weitere Zahlung der Parteienfinanzierung zur VerfĂźgung stehen.cite-ref-80[80]
Die Bundestagsverwaltung nimmt die Zuweisung von Mitteln der staatlichen Parteienfinanzierung aufgrund der von ihr monierten Unrichtigkeiten in den Rechenschaftsberichten der Partei der Jahre 1997, 1998 und 1999 nur noch gegen Sicherheitsleistungen vor. Eine dagegen vom Anwalt JĂźrgen Rieger fĂźr die NPD eingereichte Verfassungsbeschwerde wegen einer vorgeblichen Verletzung ihrer Rechte gemäà Art. 3 Abs. 3 sowie Art. 21 des Grundgesetzes wurde vom Bundesverfassungsgericht mit Beschluss vom 8. Oktober 2007 wegen Unzulässigkeit nicht zur Entscheidung angenommen. Das Gericht stellte fest, dass die BeschwerdefĂźhrerin ihre Rechtsmittel in den vorangegangenen Verwaltungsgerichtsverfahren nicht ausgeschĂśpft habe. Weiterhin sei zwar nicht zu verkennen, dass die seit dem vierten Quartal 2006 nur noch eingeschränkt gewährten Zahlungen im Rahmen der Parteienfinanzierung zu finanziellen Schwierigkeiten bei ihr fĂźhren kĂśnnten, aber ohne (nicht erfolgte) Darlegungen der weiteren Finanzlage der NPD kĂśnnten ihre diesbezĂźglichen Behauptungen nicht im erforderlichen MaĂe nachvollzogen werden.
Am 7. Februar 2008 wurde die NPD-Bundeszentrale in Berlin und der âDeutsche Stimmeâ-Verlag in Riesa von der Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei durchsucht. Hintergrund der Razzia war ein Verfahren wegen Untreue zu Lasten der Partei gegen den Bundesschatzmeister Erwin Kemna. Bei diesem wurde ein vom Amtsgericht MĂźnster erlassener Haftbefehl vollstreckt. Seit Anfang 2004 soll Kemna in mindestens 65 Fällen circa 627.000 Euro von der NPD Ăźber Umwege in seine KĂźchenfirma umgeleitet haben.cite-ref-81[81]cite-ref-82[82]cite-ref-83[83]
Mit Urteil vom 20. Mai 2008 entschied das zuständige Verwaltungsgericht Berlin, dass die RĂźckforderung von 869.353,89 Euro durch die Bundestagsverwaltung rechtmäĂig war. Die Rechenschaftsberichte der Partei seien in den Jahren 1997 und 1998 in wesentlicher Hinsicht unrichtig, da diese Spenden in erheblichem Umfang zu Unrecht ausgewiesen haben. Die NPD habe daher in den Jahren 1998 und 1999 ihren gesamten Anspruch auf eine staatliche Teilfinanzierung verloren.cite-ref-84[84]
ImmobilienvermĂśgen
Das ImmobilienvermĂśgen der NPD bestand 2005 neben der Bundesgeschäftsstelle in Berlin-KĂśpenick â dem Carl-Arthur-BĂźhring-Haus, einer Schenkung eines Sohns des Architekten Carl James BĂźhring â und aus zwei unbebauten GrundstĂźcken in Derschen.cite-ref-bt16-5230-77-2[77]
Die NPD erwarb Immobilien zur Eigennutzung.cite-ref-85[85] In einem Fall in MeĂstetten in Baden-WĂźrttemberg wurde aufgrund des hohen Gebots und des anschlieĂenden RĂźckzugs spekuliert, dass es sich um einen Scheinverkauf handelte, um einen Verhinderungskauf durch Dritte zu initiieren. Es gab jedoch auch getätigte Immobilienkäufe, insbesondere in Regionen, in denen die NPD / Heimat einen gewissen Zulauf hatte, beispielsweise ein Gebäude als Vereinsheim in Eisenach, was nicht von der Stadt verhindert werden konnte. In gewisser RegelmäĂigkeit erhält Die Heimat Immobilienerbschaftencite-ref-86[86] von verstorbenen Anhängern.
Geschichte
GrĂźndung und Einzug in Landesparlamente (1964â1967)
Die Partei wurde am 28. November 1964 als Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) gegrĂźndet und ging im Wesentlichen aus der Deutschen Reichspartei (DRP) (1950â1965) hervor.cite-ref-87[87] Aber auch aus anderen Parteien und Gruppierungen kamen Mitglieder und spätere Parteifunktionäre, so aus der Deutschen Partei (DP) sowie aus mehreren Kleingruppen wie der Vaterländischen Union. Auch der ehemals nationalliberale FlĂźgel der FDP lieferte einige NPD-Funktionäre, beispielsweise den späteren hessischen NPD-Landesvorsitzenden Heinrich Fassbender, der zwischenzeitlich die DNVP neu gegrĂźndet hatte. An der ParteigrĂźndung nahmen auch die vier fĂźr die DP gewählten Abgeordneten der Bremischen BĂźrgerschaft teil, womit die NPD zum Zeitpunkt ihrer GrĂźndung bereits in einem Landesparlament vertreten war. Der BĂźrgerschaftsabgeordnete Friedrich Thielen wurde erster Bundesvorsitzender der Partei. In einem Interview mit dem Spiegel distanzierte er sich vom Nationalsozialismus und antwortete auf die Frage, ob ein Jude NPD-Mitglied werden kĂśnne: âSicherlich. Mitglied kann jeder werden, gleichgĂźltig ob er Christ, Mohammedaner oder Jude ist. Er muĂ ein guter Deutscher sein.âcite-ref-spiegel-thielen-88-0[88]
Bereits bei der Bundestagswahl 1965 kam die Partei auf 2,0 Prozent.cite-ref-89[89] Ein Jahr später gelang der NPD der Einzug in die Landesparlamente von Hessen und Bayern. 1967 zog sie in die Landtage von Bremen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Schleswig-Holstein ein.cite-ref-90[90] Entscheidende GrĂźnde fĂźr die Wahlerfolge der Partei in dieser Zeit waren unter anderem, dass ab Mitte 1966 die erste wirtschaftliche Rezession nach den Jahren des so genannten Wirtschaftswunders und damit eine wirtschaftliche Krise eintrat. AuĂerdem regierte 1966 bis 1969 eine GroĂe Koalition im Bund: die Gesellschaft polarisierte sich teilweise. Auf der einen Seite war die linke AuĂerparlamentarische Opposition aktiv, auf der anderen radikalisierten sich vormals Konservative oder traten Reaktionäre und Neonazis wieder auf. Sie waren entweder von der Union enttäuscht oder hatten den nationalliberalen FlĂźgel der FDP unterstĂźtzt. Die FDP aber hatte sich 1968 mit dem Ăbergang von Mende zu Scheel zum Teil umorientiert; ihr nationalliberaler FlĂźgel verlor an Einfluss und die Partei Ăśffnete sich auf Bundesebene fĂźr eine sozialliberale Koalition mit der SPD.
Viele Beobachter verglichen die zeitgenĂśssische wirtschaftliche und politische Situation mit der Weltwirtschaftskrise der 1930er-Jahre und den daraus resultierenden Wahlerfolgen der NSDAP.cite-ref-hdg-91-0[91]
Erfolg in Baden-WĂźrttemberg und Wendepunkt bei der Bundestagswahl 1969
Am 9. Mai 1967 trat Friedrich Thielen von seinem Amt als Bundesvorsitzender zurßck und aus der Partei aus. Grund waren massive Spannungen in der Fßhrung zwischen den alten DRP-Mitgliedern (vor allem Adolf von Thadden und Otto Hess) und der Gruppe um Thielen. Anlass war die Wahl Adolf von Thaddens am 5. Februar 1967 zum niedersächsischen Landesvorsitzenden entgegen der vorherigen Absprache mit Thielen.cite-ref-92[92] Daraufhin schloss Thielen am 10. März 1967 Adolf von Thadden und weitere niedersächsische Funktionäre aus der Partei aus.cite-ref-spiegel-46437750-93-0[93] Noch am selben Abend verfßgte der Landesverband Bremen einen Parteiausschluss Thielens. Am 11. März 1967 annullierte der Parteivorstand auf seiner Sitzung alle Parteiausschlßsse und wählte Wilhelm Gutmann zum Interimsvorsitzenden. Nach mehreren Gerichtsverfahren gab Thielen auf und versuchte die DP zu reaktivieren, mit der an der Bremer Bßrgerschaftswahl 1967 teilnahm, mit weniger als einem Prozent aber scheiterte, während die NPD mit fast 9 Prozent ins Bremer Parlament gewählt wurde. Thielens Nachfolger wurde Thadden aus Niedersachsen. Zeitgleich wurde ein Parteiprogramm verabschiedet, das nationalistisch und revisionistisch geprägt war.cite-ref-hdg-91-1[91]
Bei der baden-wĂźrttembergischen Landtagswahl am 28. April 1968 gelang es der NPD, mit 9,8 Prozent in den Landtag einzuziehen, was fĂźr die Partei das bislang erfolgreichste Ergebnis bei einer Ăźberregionalen Wahl in der Bundesrepublik war. Die Angaben zur Mitgliederzahl jener Zeit schwanken.cite-ref-94[94] Bis zum Jahr 1969 stiegen die Mitgliederzahlen rasant, gingen in den darauffolgenden Jahren aber wieder zurĂźck. Die meisten Angaben gehen von 28.000 Anhängern im Jahr 1969 aus,cite-ref-95[95]cite-ref-96[96] einige Quellen berichten von bis zu 50.000 Mitgliedern 1969.cite-ref-hdg-91-2[91] In dieser Zeit traten der Partei auch Prominente bei; darunter der Ruderer und Olympiasieger Frank Schepke und der Physiker und Raketenpionier Hermann Oberth. Der grĂśĂte Teil der NPD-Wähler war damals mittelständisch geprägt; auch Juristen und Mediziner waren, im Vergleich zu anderen Parteien, Ăźberdurchschnittlich stark unter der Anhängerschaft vertreten.cite-ref-spiegel-npd-waehler-97-0[97] ZeitgenĂśssische Umfragen zeigen, dass mehrere Positionen der Partei, wie die Ansicht, dass der Nationalsozialismus âauch seine guten Seitenâ gehabt habe und damals âwenigstens Ordnung und Sauberkeitâ geherrscht hätten, ebenfalls mehrheitlich von den Wählern der im Bundestag vertretenen Parteien geteilt wurden.cite-ref-spiegel-npd-waehler-97-1[97] Gleiches galt fĂźr die Forderung nach der WiedereinfĂźhrung der Todesstrafe, wobei die Zustimmung hierzu unter CDU- und FDP-Wählern sogar leicht hĂśher war.cite-ref-spiegel-npd-waehler-97-2[97]
1966 hatte die GroĂe Koalition von Union und SPD ursprĂźnglich vereinbart, das Mehrheitswahlrecht einzufĂźhren. Dies war eine Forderung der Union gewesen, die sich dadurch grĂśĂere Wahlerfolge versprach. FĂźr die SPD war es teilweise attraktiv, weil auf diese Weise die NPD aus den Parlamenten hätte gewählt werden kĂśnnen. Man ging damals allgemein davon aus, dass die Partei 1969 den Sprung in den Bundestag schaffen wĂźrde. SchlieĂlich aber verschob der SPD-Parteitag von 1968 die EinfĂźhrung eines neuen Wahlrechts auf später, da in der SPD befĂźrchtet wurde, das Mehrheitswahlrecht werde eine strukturelle Mehrheit der Union mit sich bringen.
Die groĂen Parteien, Verbände, Gewerkschaften und zahlreiche private Initiativen begannen in dieser Zeit verstärkt, die NPD zu bekämpfen.cite-ref-npd60er-98-0[98] FĂźhrende SPD-Politiker und Gewerkschaften versuchten seit 1967 die Bundesregierung fĂźr einen NPD-Verbotsantrag zu gewinnen, wogegen CDU und CSU jedoch eine politische Auseinandersetzung mit der Partei favorisierten. Im FrĂźhjahr 1968 wurde bekannt, dass der Bundesminister des Innern Ernst Benda (CDU) Belastungsmaterial fĂźr einen Verbotsantrag sammeln lieĂ.cite-ref-npd60er-98-1[98] Das von ihm in Auftrag gegebene Rechtsgutachten nannte als mĂśgliche VerbotsgrĂźnde, dass die NPD dem Gedanken der VĂślkerverständigung fernstehe, Staatsrechten und staatlicher MachtausĂźbung absoluten Vorrang vor BĂźrgerrechten einräume, eine Ausstattung des Bundespräsidenten mit nahezu diktatorischen Vollmachten fordere und innerhalb der Partei rassistische Gedanken in Umlauf seien.cite-ref-npd60er-98-2[98]
Ihr damaliges Parteiprogramm bot allerdings kaum rechtliche Angriffspunkte. So bekannte sie sich ausdrĂźcklich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung, forderte aber einen direkt vom Volk gewählten Bundespräsidenten mit weitreichenden Vollmachten und die EinfĂźhrung von Volksabstimmungen auf Bundesebene.cite-ref-npd60er-98-3[98] Sie begrĂźndete dies mit der These, dass wirkliche Demokratie in der Bundesrepublik niemals realisiert worden sei, âda den Volksmassen die zum Regieren erforderlichen Kenntnisse, der Ăberblick Ăźber das politische Geschehen und auch die nĂśtige Besonnenheit naturgemäà fehltenâ, weshalb sie, in der indirekten Demokratie der Bundesrepublik, Berufsparlamentariern ausgeliefert seien, die von der Partei als volksfern angesehen wĂźrden.cite-ref-npd60er-98-4[98] Daher plädierte sie fĂźr eine Mischung aus direkter Demokratie und grĂśĂeren staatlichen FĂźhrungsvollmachten.cite-ref-npd60er-98-5[98]
Besonders viele Angriffspunkte bot das âPolitische Lexikonâ der Partei, welches in weiten Teilen von dem Journalisten Dieter Vollmer verfasst worden war, da es eine an den Nationalsozialismus erinnernde Sprache verwendete und eine Vermischung der âMenschenrassenâ grundsätzlich ablehnte.cite-ref-npd60er-98-6[98] Das âRassenprinzipâ wurde darin auch, in Anlehnung an ein Zitat des britischen Staatsmannes Benjamin Disraeli, als âSchlĂźssel der Weltgeschichteâ bezeichnet und eine bewusste âRassenpolitikâ gefordert.cite-ref-npd60er-98-7[98] Laut einer damaligen Bewertung der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung zeuge das Lexikon von einer ârechtsradikalen, antiparlamentarischen und antiliberalen Ideologieâ, welcher, da sie ânicht nur von rechtsradikalen Gruppen vertretenâ werde, âsondern auch bei rechtskonservativen Politikern anderer Parteienâ anklinge, umso mehr durch âeine gezielte politische Ăffentlichkeitsarbeitâ entgegengetreten werden mĂźsse.cite-ref-kas-npd-1969-13-99-0[99] Auch die Forderung der NPD nach Volksabstimmungen und der Direktwahl des Bundespräsidenten sei eine âForderung fĂźr die Beseitigung der heutigen Stabilität der Demokratie in der Bundesrepublikâ, da diese Standhaftigkeit durch Verzicht auf derartige direktdemokratische Elemente habe erzielt werden kĂśnnen.cite-ref-kas-npd-1969-17-100-0[100] AuĂerdem warf sie der Partei vor, durch ihre Forderung nach einer Mindestrente den liberalen Charakter der gesetzlichen Rentenversicherungen zerstĂśren und so den âWeg in ein totalitäres Versorgungssystemâ erĂśffnen zu wollen, da dadurch die Leistungsbezogenheit der persĂśnlichen RentenhĂśhe entwertet werde.cite-ref-kas-npd-1969-20-101-0[101]
Die Bundesregierung verzichtete jedoch auf den Verbotsantrag, weil, unter anderem, das von Benda gesammelte Belastungsmaterial nicht stichhaltig genug war, ein Verbotsverfahren vor den Wahlen 1969 sowieso nicht mehr zustande gekommen wäre und befßrchtet wurde, dass die Partei durch einen gescheiterten Verbotsantrag gestärkt werden kÜnnte.cite-ref-npd60er-98-8[98]
Das Hoch in Baden-Wßrttemberg bedeutete jedoch ebenso einen Umbruch: In den kommenden dreieinhalb Jahrzehnten gelang es der NPD nicht mehr, oberhalb der kommunalen Ebene die Fßnf-Prozent-Hßrde zu ßberspringen, so scheiterte sie beispielsweise beim erhofften Einzug in den Deutschen Bundestag im Jahr 1969 mit 4,3 Prozent nur knapp. Die Partei geriet daraufhin in Flßgelkämpfe und in deren Folge in einen stetigen Abwärtsstrudel.
Krise (1971â1991)
Auf dem Bundesparteitag 1971 in Holzminden trat der damalige Bundesvorsitzende Adolf von Thadden nicht mehr zur Wahl an und wurde durch Martin MuĂgnug ersetzt, der von Thaddens nationalkonservativen Kurs fortsetzte. Von Thadden hatte die Partei als âunfĂźhrbarâ bezeichnet, nachdem militante Gruppierungen deutlichen Einfluss in der Partei gewonnen hatten. Die NPD schaffte in keinen Landtag mehr den Wiedereinzug bzw. trat teilweise gar nicht erst zur Wahl an, beispielsweise 1972 in Baden-WĂźrttemberg, dem letzten Landesparlament, in dem sie noch vertreten war. Die NPD begrĂźndete ihr Vorgehen damit, dass sie eine mĂśgliche absolute Mehrheit der CDU nicht gefährden und so erreichen wolle, dass die Ostverträge keine Mehrheit im Bundesrat erhielten. Bei der vorgezogenen Bundestagswahl 1972 erhielt die NPD nur noch 0,6 Prozent der Stimmen. 1975 klagte sie vergeblich vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die vom Bundesministerium des Innern herausgegebene BroschĂźre Verfassungsschutz â73, in der sie als Erscheinung des âorganisierten Rechtsradikalismusâ bezeichnet wurde.cite-ref-102[102]
In der Folgezeit hatte die NPD in den 1970er- und 1980er-Jahren keinerlei innenpolitische Bedeutung mehr. Ende der 1970er stellte sich die Partei häufig Ăźberhaupt nicht mehr zur Wahl. Als sich der rechtsextreme Verein Deutsche Volksunion e. V. (DVU) des Verlegers Gerhard Frey im Jahr 1987 in eine Partei umwandelte, ging die Partei mit der DVU fortan WahlbĂźndnisse ein. Aufgrund einer Besonderheit im Bremer Wahlrechtcite-ref-103[103] gelang der DVU im Zuge dessen der Einzug in die dortige BĂźrgerschaft mit einem Abgeordneten. Im Gegenzug gelang der NPD allerdings lediglich bei der Landtagswahl in Baden-WĂźrttemberg von 1988 mit 2,1 Prozent noch ein nennenswertes Ergebnis. Auch geriet MuĂgnug, der damalige Bundesvorsitzende, wegen seines nationalkonservativen Kurses zunehmend in die Kritik. 1990 versuchten er und andere Parteifunktionäre die NPD zugunsten der von ihnen gegrĂźndeten Deutschen Allianz, der späteren Deutschen Liga fĂźr Volk und Heimat (DLVH), schleichend aufzulĂśsen, was jedoch misslang. MuĂgnug wurde daraufhin als Parteichef abgesetzt und trat aus der Partei aus. AnschlieĂend versuchte er die DLVH zu einem Sammelbecken fĂźr enttäuschte ehemalige Mitglieder verschiedener rechter Parteien zu machen, was allerdings ebenfalls fehlschlug.
Weltanschauliche Radikalisierung (1991â1996)
Nach MuĂgnug war Walter Bachmann ein dreiviertel Jahr lang kommissarischer Bundesvorsitzender.cite-ref-104[104] Am 8. August 1991 wurde der frĂźhere stellvertretende Bundesvorsitzende GĂźnter Deckert, der zwischenzeitlich die Partei verlassen hatte und erst kurz zuvor wieder Parteimitglied geworden war, neuer Bundesvorsitzender der NPD. Deckert unternahm eine inhaltliche und strategische Neupositionierung der Partei, indem er offen nationalsozialistische Elemente in der NPD verankerte und Ăśffentlich den Holocaust leugnete. Daraufhin wurde er 1992 von einer groĂen Strafkammer des Landgerichts Mannheim wegen Volksverhetzung zu einem Jahr Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe von 10.000 DM verurteilt, wogegen er Revision einlegte. Das Urteil wurde im März 1994 vom Bundesgerichtshof aufgehoben, weil der Tatbestand der Volksverhetzung in diesem Fall durch Holocaustleugnung noch nicht erfĂźllt sei.cite-ref-zeit-urteil-105-0[105] Dieser Beschluss wurde in der bundesdeutschen Ăffentlichkeit als Skandal betrachtet. Vielfach wurde kritisiert, dass der Gesetzgeber es versäumt habe, Holocaustleugnung unter Strafe zu stellen.cite-ref-106[106]cite-ref-faz-zdj-107-0[107] Der Bundestag erweiterte zum 1. Dezember 1994 den Straftatbestand der Volksverhetzung um den der Holocaustleugnung. Deckert wurde 1995 wegen Volksverhetzung, Beleidigung und anderer Delikte verurteilt und bis Oktober 2000 inhaftiert.cite-ref-108[108]cite-ref-109[109]cite-ref-110[110]cite-ref-111[111]
Trotz des Anfang der 1990er-Jahre aufkeimenden Rechtsextremismus und der aufkommenden Asyldebatte gelang es der NPD nicht, diese beiden Faktoren in Wahlerfolge umzumĂźnzen, da sie die zu diesem Zeitpunkt herrschende Hegemonie aus Republikanern und DVU im rechten Spektrum nicht durchbrechen konnte. Auch die seit Ende der 1980er-Jahre praktizierte Allianz mit der DVU brachte der NPD im Gegensatz zu ihrem BĂźndnispartner keine Wahlerfolge; bei der BĂźrgerschaftswahl in Bremen von 1991, bei der die DVU mit 6,2 Prozent und sechs Abgeordneten in die dortige BĂźrgerschaft einzog, befanden sich allerdings unter den neu gewählten Abgeordneten insgesamt zwei NPD-Mitglieder (Karl-Heinz Vorsatz und Hans-Otto Weidenbach), die auf den dortigen DVU-Listen kandidiert hatten und Mitglied der DVU-Fraktion wurden. Während Vorsatz, der bereits von 1967 bis 1971 fĂźr die NPD in der BĂźrgerschaft saĂ, 1992 verstarb, trat Weidenbach im Laufe der Legislaturperiode zur DVU Ăźber. Etwa zur selben Zeit zerfiel das BĂźndnis mit der DVU, da in der NPD die persĂśnlichen Widerstände gegen den DVU-Vorsitzenden Frey zugenommen hatten.
Konsolidierung und Wahlerfolge in Ostdeutschland (1996â2008)
Obwohl Deckert aufgrund seiner Haftstrafe auf dem Bundesparteitag am 23. März 1996 in Bad Dßrkheim nicht anwesend sein konnte, trat er dort erneut fßr den Posten des Bundesvorsitzenden an, unterlag jedoch mit 86:88 Stimmen Udo Voigt, der somit sein Nachfolger wurde. Auch in den Folgejahren versuchte Deckert, das Amt zurßckzuerobern, Voigt konnte sich jedoch jeweils mit deutlicher Mehrheit durchsetzen.
Voigt setzte den Kurs der strategischen Neupositionierung fort und versuchte, die Verbindungen der Partei zu neonazistischen Gruppierungen zu stärken. HierfĂźr hob er alle UnvereinbarkeitsbeschlĂźsse der NPD auf.cite-ref-voigt-unvereinbarkeitsbeschluesse-112-0[112] Dadurch gewannen Elemente eines ânationalen Sozialismusâ an Bedeutung, ohne dass dies jedoch im Programm Ausdruck gefunden hätte.
Es ist auch zu bemerken, dass es seitens der NPD einige Querfront-Versuche gab.cite-ref-113[113]
Das von Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat 2001 angestrengte Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht scheiterte im Jahr 2003 aufgrund verfahrensrechtlicher Fehler. Das Verfahrenshindernis lag nach Sichtweise der Sperrminorität der Verfassungsrichter in der Durchdringung der NPD durch V-Personen des Verfassungsschutzes. Aufgrund der Tatsache, dass wesentliche die Partei belastende Zitate von Verfassungsschutzmitarbeitern stammten, die vor allem den nordrhein-westfälischen Landesverband der NPD in der FĂźhrung nahezu beherrscht hätten, wurde dieses Verfahren schlieĂlich eingestellt. Die Verfahrenseinstellung aus den genannten formellen GrĂźnden schloss ein späteres Verbotsverfahren allerdings nicht aus und bescheinigte der Partei auch keine Verfassungstreue.cite-ref-114[114]
Im Juni 2004 erzielte die NPD bei der Europa- und bei den Kommunalwahlen in Sachsen nennenswerte Erfolge.cite-ref-115[115] Bei der Landtagswahl im Saarland am 5. September 2004 erreichte die NPD vier Prozent. Bei der Landtagswahl in Sachsen am 19. September 2004 konnte sie schlieĂlich zum ersten Mal seit 1968 wieder in ein Landesparlament einziehen; sie erzielte 9,2 Prozent der Stimmen. Fraktionsvorsitzender wurde Holger Apfel. Ein Grund fĂźr den Erfolg der Partei spielte neben ihrer Opposition zu Hartz IV, dass sie als einzige rechtsextreme Partei antrat. In einer Absprache mit der DVU vereinbarten die beiden Parteien, dass bei den zeitgleich stattfindenden Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen die NPD nur in Sachsen und die DVU nur in Brandenburg antreten wĂźrde, um sich nicht gegenseitig Konkurrenz zu machen. Die Republikaner (REP) traten bei dieser Landtagswahl nicht an, da deren Landesvorsitzende Kerstin Lorenz entgegen der Weisung des Bundesvorstandes die notwendigen Unterlagen fĂźr eine Teilnahme an der Wahl nicht einreichte. Lorenz trat einen Tag vor der Wahl in die NPD ein.
In bestimmten Regionen von Ostsachsen, insbesondere in der Sächsischen Schweiz, erreichte die NPD in einigen kleinen Ortschaften bis zu 20 Prozent der abgegebenen Stimmen. Besonders in der Wählergruppe der 18- bis 24-jährigen männlichen Erstwähler erreichte sie einen ßberproportionalen Stimmenanteil.
Nach dem Einzug der NPD in den sächsischen Landtag war die Mehrheit der ßbrigen Abgeordneten bestrebt, die NPD-Fraktion zu isolieren. Allerdings bekam der Landtagsabgeordnete Uwe Leichsenring, den die Partei als Kandidaten zur Ministerpräsidentenwahl aufgestellt hatte, zwei Stimmen mehr, als die NPD Sitze innehatte. Auch bei der Wahl der Ausländerbeauftragten erhielt der NPD-Kandidat zwei Stimmen mehr. Vermutungen gingen dahin, dass es sich bei den Abweichlern eventuell um CDU-Abgeordnete gehandelt haben kÜnnte, die damit ihre Ablehnung des Ministerpräsidenten Georg Milbradt demonstrieren wollten.cite-ref-116[116]
Im Oktober 2004 kĂźndigten NPD und DVU im sogenannten âDeutschlandpaktâ an, bei allen kĂźnftigen Wahlen nicht mehr gegeneinander anzutreten. Sowohl NPD als auch DVU hatten einzeln an die Republikaner appelliert, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Die FĂźhrung der Republikaner lehnte eine Zusammenarbeit mit der NPD jedoch ab,cite-ref-117[117] weshalb es in der Folgezeit zu etlichen Ăbertritten von Mitgliedern der REP zur NPD kam. So wechselte beispielsweise Anfang 2005 der Hamburger Landesvorstand der REP geschlossen zur NPD.cite-ref-118[118]
Bei den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen im Jahr 2005 trat jeweils nur die NPD an, wo sie ßber Ergebnisse von 1,9 Prozent (Schleswig-Holstein) bzw. 0,9 Prozent (Nordrhein-Westfalen) nicht hinauskam. Bei der Bundestagswahl 2005 bildeten NPD und DVU ein Bßndnis, bei dem Kandidaten der DVU auf den Listen der NPD antraten und bei der die NPD mit 1,6 Prozent ihr bestes Bundestagswahlergebnis seit 1969 erreichte. Die Dresdner NPD-Kandidatin Kerstin Lorenz verstarb wenige Tage vor der Bundestagswahl nach einem Schlaganfall, den sie während einer Wahlkampfveranstaltung erlitten hatte. Daher musste eine Nachwahl in diesem Wahlkreis stattfinden, in dem die NPD den ehemaligen REP-Bundesvorsitzenden SchÜnhuber als Ersatzkandidaten nominierte, obwohl dieser kein Mitglied der Partei war.
Im September 2006 erzielte die NPD bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 7,3 Prozent der Stimmen und konnte somit in ein weiteres Landesparlament einziehen. Den Vorsitz der Landtagsfraktion Ăźbernahm Udo PastĂśrs.
Die NPD hatte 2007 etwa 7.200 Parteimitglieder und galt damit als mitgliederstärkste Gruppierung am rechten Rand.cite-ref-119[119]
Das Verwaltungsgericht Berlin wies im Mai 2008 nach UnregelmäĂigkeiten in der Parteienfinanzierung eine Klage der Partei zurĂźck und bestätigte die RĂźckzahlung einer Geldsumme von knapp 870.000 Euro an die Bundestagsverwaltung, die sie Ende der 1990er Jahre als staatliche Parteienfinanzierung erhalten hatte.cite-ref-120[120]
Die NPD schloss zu ihrem Bundesparteitag Ende Mai 2008 in Bamberg mehrere Journalisten der ARD aus, da sie ihrer Meinung nach âantidemokratischen Phantasien der BRD-Obrigkeitâ anhingen.cite-ref-121[121] Unabhängige Beobachter erwarteten zudem heftige Kontroversen aufgrund der Misserfolge bei Wahlen in den westlichen Bundesländern, der ungeklärten Parteifinanzierung, in der Gewaltfrage und Ăźber den Fortbestand des âDeutschlandpaktesâ. Ebenso gab es Auseinandersetzungen Ăźber das Verhältnis zu parteinahen Organisationen wie den âAutonomen Nationalistenâ.cite-ref-122[122]cite-ref-123[123] Voigt wurde mit 199 Stimmen im Amt als Vorsitzender bestätigt.cite-ref-124[124]
Ein Mordversuch auf den Leiter der Polizei von Passau Alois Mannichl vor seinem Haus in Fßrstenzell lÜste im Dezember 2008 eine erneute Debatte ßber das Verbot der NPD aus.cite-ref-125[125] Grund dafßr war eine vom Opfer bezeugte Aussage des Täters während des Angriffes, die sich auf das Begräbnis des NPD-Mitglieds Friedhelm Busse bezogen habe, bei der Thomas Wulff eine Reichskriegsflagge mit Hakenkreuz auf seinem Sarg enthßllt hatte.cite-ref-126[126] Mannichl lieà das Grab wieder Üffnen und die Fahne beschlagnahmen. Da auch mehrere hohe NPD-Funktionäre anwesend waren, wurde der Täter im Umfeld der Partei vermutet. Schon bald wurden bei den Ermittlungen aber auch andere mÜgliche Täterkreise berßcksichtigt, da es keine weiteren Hinweise auf eine rechtsextremistisch motivierte Tat gab.cite-ref-127[127]
FinanzierungslĂźcke und erneute Verbotsklage (2009â2017)
Im April 2009 verhängte die Bundestagsverwaltung aufgrund gravierender Mängel im Rechenschaftsbericht fĂźr das Jahr 2007 gegen die NPD eine Strafzahlung in HĂśhe von 1,7 Millionen Euro. Udo PastĂśrs, damaliger NPD-Fraktionsvorsitzender im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, sprach im Zusammenhang mit den finanziellen Problemen der Partei von einer âExistenzkriseâ.cite-ref-128[128] Einen Tag nach Bekanntgabe der Millionenstrafe reichte der Schatzmeister der NPD eine Selbstanzeige ein. Auch im Jahr 2006 gab es danach UnregelmäĂigkeiten in der Bilanz der NPD in HĂśhe von 900.000 Euro.cite-ref-129[129]
Im Mai 2009 legten Innenminister und Innensenatoren einiger Bundesländer eine Dokumentation Ăźber die NPD und deren Aktivitäten vor, die (nach Angaben dieser Innenminister) ohne Einsatz von V-Männern erstellt wurde. Diese Dokumentation sollte eine erneute Klage auf Verfassungswidrigkeit und Verbot der Partei vorbereiten. Die Gegnerschaft der NPD und ihrer Anhänger zu den wesentlichen Verfassungsprinzipien sei nicht bloĂ Bestandteil eines theoretisch abstrakten Meinungsstreites, sondern finde ihren Ausdruck in der aktiven Bekämpfung der Verfassungsordnung, hieĂ es in der Dokumentation. âDie NPD verfolge ihre Ziele in einer Weise, die Ăźber eine originäre Rolle als Wahlpartei in einem demokratischen Repräsentativsystem weit hinaus reiche. Es gehe ihr nicht um Reformen, wie sie fĂźr das politische Leben Ăźblich und notwendig seien, sondern sie verfolge planvoll und kontinuierlich die Beseitigung der freiheitlichen demokratischen Grundordnung. Dies betreffe insbesondere ihr Verhältnis zur Gewalt.âcite-ref-ts452009-30-1[30]
Bei den Europawahlen 2009 verzichtete die NPD gemäà den Absprachen des Deutschlandpakts zugunsten der DVU auf die Teilnahme an der Wahl. Nach dem Ergebnis von 0,4 % kßndigte die NPD allerdings das Bßndnis auf und entgegen der vorherigen Absprachen an, bei den Landtagswahlen in Thßringen und Brandenburg anzutreten. Bei den Landtagswahlen am 30. August 2009 musste die damalige NPD Sachsen Stimmenverluste hinnehmen, ßbersprang aber erneut die fßr den Einzug in den Landtag erforderliche Fßnf-Prozent-Hßrde. Damit gelang der Partei erstmals seit ihrer Grßndung der Wiedereinzug in einen Landtag. In Thßringen scheiterte die Partei trotz deutlicher Stimmgewinne an der 5-Prozent-Hßrde. Während des Wahlkampfes fßhrte die Partei eine Kampagne durch, welche auch gegen einzelne Personen gerichtet war, etwa in Thßringen gegen den CDU-Politiker Zeca Schall und in Sachsen gegen den SPD-Landtagskandidaten Henning Homann.cite-ref-130[130] Ebenso scheiterte die NPD am 27. September 2009 bei den Landtagswahlen in Brandenburg an der 5-Prozent-Hßrde. Bei der zeitgleich stattfindenden Bundestagswahl erzielte die Partei 1,5 %.
Die Absicht des Bundesvorsitzenden Udo Voigt, der Partei durch ein neues Programm ein moderneres Image zu geben, war beim Bundesparteitag 2010 in Bamberg stark umstritten. Insbesondere präsentierten der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern unter Udo PastÜrs und der Kreisverband Eichsfeld unter Thorsten Heise und Thomas Wulff eigene Programmentwßrfe, die sich gegen den des Bundesvorstands richteten und einen radikalen und militanten Kurs der Partei forderten.cite-ref-131[131]
Im November bzw. Dezember 2010 beschlossen Parteitage der NPD und der DVU die Fusion der Parteien, bei der Mitgliederbefragung der NPD befĂźrworteten 95,2 %, bei der Mitgliederbefragung der DVU rund 87,5 % der teilnehmenden Mitglieder den Zusammenschluss.cite-ref-132[132]cite-ref-vorbehalt-133-0[133] Am 29. Dezember 2010 unterzeichneten die beiden Parteivorsitzenden Voigt und Faust den Verschmelzungsvertrag. Die zum 1. Januar 2011 fusionierte Partei trug den Namen Nationaldemokratische Partei Deutschlands â Die Volksunion (NPD â Die Volksunion). Die Fusion wurde vom Landgericht MĂźnchen I im Januar 2011 als rechtlich unwirksam gestoppt. Es gab dem Antrag von vier Landesverbänden der DVU auf eine einstweilige VerfĂźgung statt, da es bei der Urabstimmung in der DVU erhebliche Mängel gegeben hatte.cite-ref-134[134] Die vier Landesverbände zogen ihre Klage am 26. Mai 2012 zurĂźck und erklärten die DVU fĂźr nicht mehr existent. Die Funktionäre riefen teilweise zu der UnterstĂźtzung der Pro-Bewegung auf, eine Gruppe um Christian Worch grĂźndete die Nachfolgepartei Die Rechte. Im August 2012 stellte das Verwaltungsgericht Berlin fest, dass die NPD nicht Rechtsnachfolgerin der DVU ist.cite-ref-135[135]
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im März 2011 scheiterte die rechtsextreme Partei mit 4,6 % der Stimmen trotz Zugewinnen knapp an der 5-Prozent-HĂźrde. Die Partei hatte zuvor zahlreiche Ressourcen konzentriert, der Landesvorsitzenden Matthias Heyder hatte die Wahl als âSchicksalswahl fĂźr die gesamte nationale Bewegung in Deutschlandâ bezeichnet.cite-ref-136[136]
2012 ergab eine Recherche des ARD-Politikmagazins Report Mainz, dass während der zehn Jahre zuvor rund 110 NPD-Funktionäre und Mandatsträger an die 120 Straftaten begangen hatten oder solcher beschuldigt worden waren. Rund 35 gehĂśrten einem Landes- oder dem Bundesvorstand an. Ausgewertet wurden Ermittlungsverfahren, Strafbefehle und Urteile. Unter den Straftaten befanden sich KĂśrperverletzung, Freiheitsberaubung, illegaler Waffen- und Sprengstoffbesitz sowie Raub und Erpressung. Nicht mitgezählt wurden dabei Propagandadelikte. Laut dem Staatsrechtler JĂśrn Ipsen sprechen besonders die von Funktionären begangenen Gewaltdelikte dafĂźr, dass âdiese [âŚ] zu einem groĂen Teil der Partei zuzurechnenâ seien.cite-ref-137[137]
Im Februar 2013 stellte der Deutsche Bundestag seine Zahlungen im Rahmen der staatlichen Parteienfinanzierung an die NPD ein. Eine Sprecherin des Bundestages begrĂźndete diesen Schritt damit, dass die Partei eine Strafe in HĂśhe von 1,27 Millionen Euro, zu der sie das Bundesverwaltungsgericht aufgrund falscher Angaben im Rechenschaftsbericht verurteilt hatte, nicht beglichen habe.cite-ref-138[138] Auch die Landesparlamente wurden seitens des Bundestages dazu aufgefordert, ihre Zahlungen zurĂźckzuhalten.cite-ref-139[139] Im Mai 2013 entschied das von der Partei angerufene Bundesverfassungsgericht, dass bis zu einer Entscheidung im Hauptsacheverfahren zumindest die beiden bis zur Bundestagswahl im September 2013 anstehenden Abschlagszahlungen nicht mit den RĂźckforderungen verrechnet werden dĂźrften, da ansonsten die Chancen der Partei bei den Bundestagswahlen âunzulässig geschmälertâ wĂźrden. Somit bekam die NPD vorläufig weiterhin die staatliche ParteienunterstĂźtzung.cite-ref-140[140]
Beim kurzfristig anberaumten Bundesparteitag 2013 in Weinheim-Sulzbach (der Beginn am 20. April, Adolf Hitlers Geburtsdatum, sei laut Partei âZufallâ gewesen, da ein zwei Wochen frĂźher an einem anderen Ort geplanter Termin abgesagt werden musste), der fast vĂśllig abgeschirmt von der Ăffentlichkeit stattfand, wurde Apfel gegen den Gegenkandidaten Uwe Meenen mit 122 von 172 abgegebenen Stimmen erneut zum Parteivorsitzenden gewählt.cite-ref-141[141]
Im Vorfeld der hessischen Landtagswahl 2013 und der Bundestagswahl 2013 wurden in Kommunen wie Hanau und Bad Hersfeld Wahlplakate der NPD nach Verstreichen einer gesetzten Frist von den Stadtverwaltungen entfernt. Aufschriften wie âMaria statt Schariaâ oder âGeld fĂźr die Oma, statt fĂźr Sinti und Romaâ verstieĂen nach Auffassung der Gemeinden gegen die Ăśffentliche Sicherheit und Ordnung bzw. erfĂźllten den Tatbestand der Volksverhetzung.cite-ref-142[142] Nachdem die Partei dagegen geklagt hatte, wurden teilweise Kommunen gerichtlich dazu verpflichtet, die Plakate wieder aufzuhängen, da es, so das Verwaltungsgericht Kassel, auch denkbare InterpretationsmĂśglichkeiten gebe, die ânicht strafbarâ seien.cite-ref-143[143] Auch die Vereinnahmung des erzgebirgischen Heimatdichters Anton GĂźnther seitens der sächsischen NPD im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2013 wurde von Biographen, AngehĂśrigen des Dichters und dem Erzgebirgsverein kritisiert.cite-ref-144[144] Zudem forderten Helene Fischers Anwälte per Unterlassungsklage die ThĂźringer NPD auf, den Song âAtemlosâ nicht mehr im Wahlkampf zur Landtagswahl in ThĂźringen 2014 zu benutzen.cite-ref-145[145] Ebenso erwirkte die Band Wir sind Helden eine einstweilige VerfĂźgung gegen die Verwendung eines ihrer Lieder durch die NPD im thĂźringischen Landtagswahlkampf, aus demselben Grund beauftragte auch die KĂślner Band HĂśhner ihren Anwalt, gerichtlich gegen die Partei vorzugehen.cite-ref-146[146]cite-ref-147[147] Manuela Schwesig äuĂerte sich in einem Interview zum ThĂźringer Landtagswahlkampf folgendermaĂen: âZiel Nummer eins muss sein, dass die NPD nicht in den Landtag kommt.â Eine Klage der Partei vor dem Verfassungsgericht gegen Schwesig wegen Verletzung der parteipolitischen Neutralitätspflicht scheiterte.cite-ref-148[148] Zur Landtagswahl in Sachsen 2014 wandte sich die Partei in der Lausitz erstmals auch direkt an die Sorben, indem sie den sorbischsprachigen Slogan Domiznu ĹĄkitaÄ! (âHeimat schĂźtzen!â) und als Bildmotiv ein fĂźr den religiĂśsen Brauch des Osterreitens geschmĂźcktes Pferd in ihrer Wahlwerbung verwendete.cite-ref-149[149]
Ende Dezember 2013 wurde bekannt, dass aufgrund der anhaltenden Finanznot der Partei alle hauptamtlichen Mitarbeiter der Berliner Parteizentrale ihre Kßndigung erhalten hätten, da die NPD fßr eine Auszahlung der Gehälter nicht mehr garantieren kÜnne. Bei einer Krisensitzung in Frankfurt wurde ebenfalls beschlossen, dass nach dem Rßcktritt des Parteivorsitzenden Holger Apfel Udo PastÜrs den Vorsitz zunächst kommissarisch ßbernehmen soll. Ein neuer Bundesvorsitzender solle erst im Spätsommer 2014 offiziell bestimmt werden.cite-ref-150[150] Tatsächlich wurde jedoch bereits am 10. Januar 2014 Udo PastÜrs vom damaligen NPD-Vorstand in Dresden zum neuen Vorsitzenden gewählt.cite-ref-151[151]
Im Juni 2014 berichtete NDR Info, dass die Partei die gesamte (auch nicht-hauptamtliche) Belegschaft ihrer Berliner Parteizentrale entlassen hat, da ein seinerzeit als Sicherheit fßr ein Darlehen Jßrgen Riegers an diesen ausgestellter und mittlerweile nach Tilgung des Darlehens zurßckerhaltener Grundschuldbrief nicht mehr auffindbar sei. Als Sicherheit fßr noch ausstehende Forderungen hätte dieser Brief der Bundestagsverwaltung angeboten werden kÜnnen, um einen Teil der Parteienfinanzierung zu erhalten.cite-ref-152[152]
Bei der Landtagswahl in Sachsen 2014 schied die Partei aus dem Landtag aus, nachdem sie durch leichte Stimmenverluste mit 4,9 Prozent unter die Fßnf-Prozent-Hßrde gefallen war, es hatten weniger als 900 Stimmen gefehlt. Unter anderem wanderten 13.000 Wähler zur neu gegrßndeten und nun konkurrierenden AfD ab.cite-ref-153[153]
Auf dem Bundesparteitag in Weinheim wurde am 1. November 2014 Frank Franz zum neuen Parteivorsitzenden gewählt. Er setzte sich dabei gegen den saarländischen Landeschef Peter Marx sowie Sigrid SchĂźĂler aus Bayern durch.cite-ref-154[154]
Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2016 verlor die Partei gut die Hälfte ihrer Stimmen von 2011 und kam nur noch auf 3,0 Prozent, womit sie nach Sachsen 2014 aus dem anderen Landtag ausschied, in dem sie vertreten war. Etwa 22.000 Stimmen gingen dabei an die AfD.cite-ref-155[155]cite-ref-156[156] Im Vorfeld hatte die Partei zudem zugunsten der AfD auf die Aufstellung eigener Direktkandidaten verzichtet.cite-ref-157[157]
Ein zweites, von den Bundesländern angestrengtes Verbotsverfahren gegen die Partei wurde vom Bundesverfassungsgericht am 17. Januar 2017 als unbegrßndet zurßckgewiesen, da die Partei zwar verfassungsfeindlich sei, jedoch aktuell keine Bedrohung fßr die freiheitlich demokratische Grundordnung darstelle.cite-ref-158[158]cite-ref-zeit-2017-01-17-159-0[159] Beim Bundesparteitag 2017 in Saarbrßcken wurde am 11. März der vorherige Parteivorsitzende Frank Franz in einer Kampfabstimmung gegen den eine radikalere Linie vertretenden Thorsten Heise mit deutlicher Mehrheit wiedergewählt.cite-ref-160[160]
Im Bundestagswahlkampf 2017 verwendete die Partei auf einem ihrer Wahlplakate ein Abbild des Reformators Martin Luther mit der Aufschrift âIch wĂźrde NPD wählen. Ich kĂśnnte nicht anders.â, was auf heftige Kritik stieĂ. Die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt kĂźndigte daraufhin eine Klage auf Unterlassung wegen Urheberrechtsverletzung am Bild an und schickte auch eine auĂergerichtliche Aufforderung auf Unterlassung an die Partei.cite-ref-161[161] Sowohl die Aufforderung als auch die KlageankĂźndigung blieben jedoch folgenlos, und die Partei setzte das Bild zur Europawahl 2019 erneut zu Wahlkampfzwecken ein.cite-ref-162[162]
Entwicklung 2018 bis 2023
Anfang 2018 initiierte der NPD-Vize und ThĂźringer Landesvorsitzende Thorsten Heise die Kampagne âVĂślkischer FlĂźgelâ, bei der es sich laut Eigendefinition um ein ânationalistisch und vĂślkisch orientiertes BĂźndnis innerhalb der NPDâ handelt, âwelches auch eine parteiĂźbergreifende Zusammenarbeit mit anderen, gleichgesinnten Organisationen und Personen anstrebt.â In der am 30. Januar (dem Jahrestag der nationalsozialistischen âMachtergreifungâ) verĂśffentlichten Proklamation ist es das Ziel, die NPD als Partei âder ethnischen Deutschenâ am âlebensrichtigen Menschenbildâ auszurichten. Laut Frankfurter Rundschau waren mĂśgliche Adressaten die freie Kameradschaftsszene sowie neonazistische Parteien wie Der III. Weg oder Die Rechte. Man wolle die Partei âzu einer wirklichen Weltanschauungsorganisation und Bewegung [âŚ] gestalten, anstatt sie weiter [âŚ] systemaffinen Politikjongleuren zu Ăźberlassen.â Das Ziel sei, die Partei zu einem Sammelbecken radikaler Kräfte zu machen, die âan langfristigen, mĂśglichst zeitlosen und existenziellen Kampagnen und Themen im Ăberlebenskampf unseres Volkesâ arbeiten. Laut Meinung von Beobachtern wird damit eine weitere Radikalisierung angestrebt, womit sich die Erstunterzeichner (neben Heise zwei weitere Vorstandsmitglieder sowie sechs Vorsitzende westdeutscher Landesverbände) im internen Machtkampf von der Linie des Bundesvorstands abgrenzen wollen.cite-ref-163[163]cite-ref-164[164]
Im Juli 2018 rief die NPD in den Sozialen Netzwerken und auf einer Website bundesweit zur Bildung von BĂźrgerwehren auf. Ein vom Berliner Landesvorsitzenden Andreas Käfer auf Facebook verĂśffentlichtes Bild zeigte eine NPD-BĂźrgerwehr in Berlin. Der dazugehĂśrige Slogan lautet âSchutzzonen schaffenâ, als AbkĂźrzung laut taz nicht zufällig SS. Die Zeitung wertet diese Aktion als Versuch âeiner durch die AfD ĂźberflĂźssig gemachten NPDâ, Aufmerksamkeit zurĂźckzugewinnen. Bereits im Juni hatte ein YouTube-Video des Heimat-Presseorgans Deutsche Stimme Parteimitglieder auf Streife in einer Berliner S-Bahn gezeigt. Das Konzept, das die antirassistische Aktion Noteingang kopiert, sieht auch Einrichtungen vor, die Deutschen Zuflucht gewähren sollen vor vermeintlicher âimportierter Kriminalitätâ seitens Migranten, vor der der Staat laut NPD nicht schĂźtzen kĂśnne oder wolle. Die Berliner Polizei konnte in dem Video keine strafbaren Handlungen erkennen, betonte jedoch, bĂźrgerwehrartige Strukturen strikt abzulehnen. Auch die S-Bahn Berlin distanzierte sich von dem Video und bekräftigte, dass die DB Sicherheit wie auch die Bundespolizei derartigen Hinweisen nachgehen wĂźrden. Ăberdies sei das Video, da ohne Drehgenehmigung entstanden, ein VerstoĂ gegen die Hausordnung.cite-ref-165[165]
Im November 2018 fand im hessischen BĂźdingen (wo die NPD 2016 bei den hessischen Kommunalwahlen zehn Prozent erreicht hatte â die AfD war dort nicht angetreten) der NPD-Bundesparteitag statt. Der Vorsitzende Franz gab bekannt, dass man in Westdeutschland nur noch bei Kommunalwahlen antreten wolle. Man werde sich stärker als âWeltanschauungsparteiâ profilieren. Rund 300 Menschen demonstrierten gegen die Veranstaltung. Die Stadt hatte versucht, der Partei die Halle zu verweigern, und war vor Gericht gescheitert.cite-ref-166[166]
Nachdem das Verwaltungsgericht Mainz und das Oberverwaltungsgericht Koblenz dem ZDF, das einen Europawahlwerbespot der NPD abgelehnt hatte, Recht gegeben hatten, entschied auch das Bundesverfassungsgericht Ende April 2019 nach einem Eilantrag der Partei zugunsten des Senders. In dem Spot wurde behauptet, Deutsche wĂźrden seit 2015 âund der seither unkontrollierten Massenzuwanderung fast täglich zu Opfern ausländischer Messermännerâ. Daher gelte es âzu handeln, um Schutzzonen fĂźr unsere Sicherheit zu schaffenâ. Bereits das Koblenzer Oberverwaltungsgericht hatte festgestellt, der Beitrag mache âin Deutschland lebende Ausländer in einer Weise bĂśsartig verächtlich, die ihre MenschenwĂźrde angreift und geeignet ist, den Ăśffentlichen Frieden zu stĂśrenâ. Auch das Verwaltungsgericht Berlin lehnte Anfang Mai 2019 eine Klage der Partei ab, nachdem auch der RBB, der bei der Wahlwerbung fĂźr die Europawahlen im Auftrag der ARD handelt, die Ausstrahlung eines Wahlwerbespots verweigert hatte. In der GerichtsbegrĂźndung hieĂ es, die NPD greife die Migranten und damit einen Teil der BevĂślkerung an, âindem sie die Betroffenen aus verwerflichen BeweggrĂźnden als der Achtung der BĂźrger unwert und unwĂźrdig hinstelltâ. Diese Wahlwerbung unterstelle Migranten pauschal sozial unerträgliche Verhaltensweisen und Eigenschaften.cite-ref-167[167]cite-ref-168[168] Anders als das ZDF wurde der RBB allerdings vom Bundesverfassungsgericht verpflichtet, den Spot auszustrahlen. Im Unterschied zu der dem ZDF vorliegenden ersten Fassung wurde in der Ăźberarbeiteten Version der Begriff ausländische[r] Messermänner weggelassen und es wurde kein Blut mehr gezeigt. Das Gericht befand nun, hier wĂźrden als Bedrohungen lediglich die GrenzĂśffnung und die behauptete Massenzuwanderung genannt, was aber noch keinen Angriff auf die MenschenwĂźrde darstelle.cite-ref-169[169]
Anfang Dezember 2019 wurden Ăberlegungen seitens der NPD bekannt, den Parteinamen zu ändern. Eine Entscheidung darĂźber sollte am 31. März 2020 beim Bundesparteitag gefällt werden.cite-ref-170[170]
Im November 2020 trat der Berliner Abgeordnete Kay Nerstheimer, der im Januar 2020 aus der AfD ausgeschlossen worden war, in die NPD ein. Dadurch war diese bis ins Jahr 2021 erneut in einem Landtag vertreten.cite-ref-172[172]
Im Juli 2019 reichten Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung beim Bundesverfassungsgericht einen Antrag auf Ausschluss der NPD von der staatlichen Parteienfinanzierung ein.cite-ref-173[173] Aufgrund des weiterhin laufenden Verfahrens erhielt die Partei im Jahr 2020 dennoch etwa 350.000 Euro, fĂźr 2021 waren pro Quartal 87.000 Euro veranschlagt.cite-ref-174[174]
Bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern 2021 sank der Anteil der Partei jeweils auf unter ein Prozent, so dass sie erstmals nach Ăźber 20 Jahren keinen Anspruch auf staatliche Parteienfinanzierung mehr hatte.
Nach dem russischen Ăberfall auf die Ukraine Ende Februar 2022 hieĂ es in einem Präsidiumsbeschluss der Partei, dass die âKriegshetze der NATO [âŚ] es nun geschafftâ habe, âdass die BrudervĂślker Russen und Ukrainer aufeinander schieĂenâ. Verantwortlich seien die USA, welche die âberechtigten Sicherheitsinteressenâ Russlands nicht anerkannt hätten. Die Partei forderte, dass US-amerikanische Truppen Europa âsofortigâ zu verlassen hätten. Der Parteivorsitzende Frank Franz nannte in einem Interview mit dem neonazistischen Sender FSN-TV Anfang März 2022 Russland ein âautoritäres Bollwerk gegen den dekadenten Westenâ.cite-ref-175[175]cite-ref-176[176]
Aufgrund beständig sinkender Bedeutung, fallender Mitgliederzahlen und finanziell desolater Lage erwog die Parteispitze erneut eine Umbenennung der Partei.cite-ref-177[177] Der Parteitag am 14. und 15. Mai 2022 in Altenstadt stimmte dagegen.cite-ref-178[178]
Anfang 2023 trat der Dortmunder Kreisverband der Partei Die Rechte als âHeimat Dortmundâ der NPD bei.cite-ref-179[179]
Zur Gemeinderatswahl in NeumĂźnster am 14. Mai 2023 trat die Partei erstmals als Liste âHeimat NeumĂźnsterâ an und erreichte 5,6 Prozent der abgegebenen Stimmen.cite-ref-180[180]
Beim Parteitag in Riesa stimmten am 3. Juni 2023 laut Eigenangabe der Partei 77 Prozent der Delegierten fĂźr eine Umbenennung. Mit sofortiger Wirkung wurde die Nationaldemokratische Partei Deutschlands in Die Heimat umbenannt.cite-ref-181[181]cite-ref-182[182] Im selben Monat verkĂźndeten die Landesverbände Hamburg und Saarland sowie mehrere Kreisverbände ihr Ausscheiden aus der Partei âDie Heimatâ. Nach eigener Aussage wollen sie eine Grundlage schaffen, um âzukĂźnftig als NPD auch bundesweit wieder eine entscheidende Rolle zu spielenâ.cite-ref-vsb2023-183-0[183]
Entwicklung nach der Umbenennung
Am 23. Januar 2024 schloss das Bundesverfassungsgericht Die Heimat fĂźr sechs Jahre von der Parteienfinanzierung aus, da sie sich weiterhin gegen die Grundprinzipien, die fĂźr den freiheitlichen demokratischen Verfassungsstaat unverzichtbar sind, wende und auf deren Beseitigung ausgerichtet sei.cite-ref-bvg24-009-10-2[10]
Am 24. Juni 2024 wurde bekannt, dass in der brandenburgischen Stadt Lauchhammer und im Landkreis Oberspreewald-Lausitz zwei Fraktionen aus Mitgliedern der AfD und der Partei Die Heimat gegrĂźndet wurden. In Lauchhammer soll die gemeinsame Fraktion unter dem Namen âAfDplusâ in der Stadtverordnetenversammlung vertreten sein, während im Kreistag von Oberspreewald-Lausitz die Fraktion âHeimat & Zukunftâ gebildet wurde. Thomas GĂźrtler von Die Heimat Ăźbernahm in beiden Gremien eine fĂźhrende Rolle. Laut einer Pressemitteilung der âHeimatâ ist die GrĂźndung der Fraktionen durch ĂuĂerungen des AfD-Vorsitzenden Tino Chrupalla unterstĂźtzt worden, der betont hatte, dass es auf kommunaler Ebene keine âBrandmauernâ zu anderen Parteien geben werde. Nach Bekanntwerden des mĂśglichen Zusammenschlusses erklärte der Brandenburger AfD-Landesvorstand, gegen die drei mitwirkenden AfD-Mitglieder mit Parteiausschlussverfahren vorzugehen und die Nutzung des Namens âAfDâ fĂźr die Fraktion zu untersagen.cite-ref-184[184]cite-ref-185[185]
Am 23. November 2024 wurde Peter Schreiber auf einem Parteitag zum neuen Vorsitzenden der Heimat gewählt. Ebenso wurden Udo Voigt und Thorsten Heise als stellvertretende Vorsitzende bestätigt. Sebastian Schmidtke wurde von dem Rechtsrocker Philipp Neumann als dritter stellvertretender Vorsitzender abgelÜst.cite-ref-186[186]
Die Zusammenarbeit der Partei Die Heimat mit der rechtsextremen Regionalpartei Freie Sachsen intensivierte sich erheblich. Zudem kam es zu Aufnahmen zahlreicher Neonazis aus der Partei Die Rechte, was einen weiterhin engen Kontakt ins neonazistische Spektrum belegt. Der nordrhein-westfälische âHeimatâ-Landesvorsitzende verĂśffentlichte nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel ein Video, in dem er sich gegen eine Solidarisierung mit Israel verwahrte und weiter äuĂerte, er weigere sich, âFreiheitskämpfer als Terroristen zu bezeichnenâ.cite-ref-vsb2023-183-1[183]
Abspaltung als NPD
Im Juni 2023 erklärte der Hamburger Landesverband unter Lennart Schwarzbach das Ausscheiden aus der Partei Die Heimat.cite-ref-187[187] Kurz darauf folgte der saarländische Landesverband sowie der baden-wßrttembergische Kreisverband Rhein-Neckar und die bayerischen Kreisverbände Mßnchen und Lichtenfels/Kronach. Im März 2024 wurde eine neue Partei unter dem Namen Nationaldemokratische Partei Deutschlands im Parteienverzeichnis des Bundeswahlleiters eingetragen. Vorsitzender ist Schwarzbach. Es bildeten sich zudem Landesverbände in Baden-Wßrttembergcite-ref-188[188] und Niedersachsencite-ref-189[189] sowie 2025 eine neue Jugendorganisation unter dem Namen Nationale Jugend. Die Partei trat erstmals bei der Bßrgerschaftswahl in Hamburg 2025 an.cite-ref-190[190] An der vorgezogenen Bundestagswahl 2025 nahmen hingegen weder die Partei Heimat noch die neugegrßndete NPD teil.cite-ref-191[191]
Politische Tätigkeit
Parlamentarische Aktivitäten
Die NPD war auf Landesebene zwischen Ende der 1960er- und Anfang der 1970er-Jahre in bis zu sieben Landesparlamenten der Bundesrepublik Deutschland vertreten. 2004 wurde sie in den sächsischen Landtag gewählt. Sie befand sich dabei stets in der Opposition, da sie keine eigene Mehrheit aufbringen konnte und keine andere Partei eine Koalition mit ihr eingehen wollte. Die Heimat war daher noch auf keiner politischen Ebene (vergleiche Politisches System der Bundesrepublik Deutschland) an einer Regierung beteiligt.
In der Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern
Zwischen 2006 und 2016 war die NPD im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern vertreten. Nach dem Ergebnis von 6,0 % bei der Landtagswahl vom 4. September 2011 stellte sie im Landtag eine Fraktion von fßnf Abgeordneten. Dieser Fraktion standen jährlich Fraktionsmittel von zusammen 600.000 Euro zu.
Im Rahmen der Demonstrationen um den G8-Gipfel in Heiligendamm 2007 gab es Hinweise darauf, dass die NPD-Landtagsfraktion als Anmelderin von Versammlungen aktiv war. In zwei Fällen wurde sie vom Oberverwaltungsgericht als Antragstellerin hinsichtlich der betreffenden Demonstrationen und des damit verbundenen Rechtsstreits angesehen. Daraufhin erhob der Fraktionsvorsitzende der SPD in einer Landtagssitzung im Juni 2007 den Vorwurf, die NPD-Fraktion habe in dieser Angelegenheit Fraktionsmittel unzulässig verwendet und gleichzeitig gemeinsam mit der Partei illegale Parteienfinanzierung betrieben. Die NPD-Fraktion bestritt diesen Vorwurf. Die zuständige Präsidentin des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern Ăźbergab die gesammelten Unterlagen Ăźber mĂśgliche VerstĂśĂe der NPD-Fraktion gegen das Parteiengesetz am 18. Juni 2007 in DĂźsseldorf dem fĂźr Angelegenheiten der Parteifinanzierung zuständigen Bundestagspräsidenten zusammen mit einer PrĂźfungsbitte. Am 4. September 2007 erklärte der Bundestagspräsident, dass es vorerst keine Ermittlungen gegen die NPD wegen illegaler Parteifinanzierung gebe, da es seitens des Rechnungshofs des Saarlandes noch keine Hinweise auf zweckwidrigen Einsatz von Fraktionsmitteln gebe.
Kommunale Ebene
Heute ist Die Heimat in den Kommunalparlamenten der meisten Länder vertreten. Ein Schwerpunkt liegt in Sachsen, wo sie, noch als NPD, nach den Kommunalwahlen 2008 in allen Kreistagen und mehreren Gemeinderäten (v. a. in der Sächsischen Schweiz) Mandate innehatte.cite-ref-192[192]cite-ref-193[193]cite-ref-194[194] Seit den Wahlantritten der AfD gingen viele dieser Mandate wieder verloren oder die NPD kandidierte nicht mehr, punktuell auch zugunsten der Partei Der III. Weg. Bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen 2020 verlor die NPD alle kommunalen Mandate mit Ausnahme eines Stadtratsmandates in HĂźckelhoven.cite-ref-195[195]cite-ref-196[196] In Schleswig-Holstein hält Die Heimat lediglich in NeumĂźnster, der viertgrĂśĂten Stadt des Landes, Mandate. Hier konnte die Tarnlistecite-ref-197[197] Heimat NeumĂźnster, die anstelle der Partei antrat, bei der Kommunalwahl 2023 drei Mandate erzielen (gegenĂźber zwei fĂźr die NPD 2018).cite-ref-198[198]cite-ref-199[199]
AuĂerparlamentarische Aktivitäten
Auf dem Bundesparteitag von 1996 wurde ein so genanntes âDrei-Säulen-Konzeptâ beschlossen, das den âKampf um die StraĂeâ, den âKampf um die Parlamenteâ und den âKampf um die KĂśpfeâ beinhaltet.cite-ref-200[200] So ist Die Heimat aufgrund dieser Strategie auch auf auĂerparlamentarischer Ebene sehr aktiv und initiiert zum Beispiel sehr oft Demonstrationen und andere auĂerparlamentarische Aktivitäten. Nicht selten zogen und ziehen diese Unternehmungen Medienberichte Ăźber gewaltbereite Heimat-Mitglieder nach sich.cite-ref-201[201]
Ein praktisches Beispiel, wie fĂźr die Partei die VerknĂźpfung des âKampfes um die StraĂeâ mit dem âKampf um die Parlamenteâ aussieht, gab es zu den Kommunalwahlen in Brandenburg im Jahr 2008. Hier trat Alexander Bode, der Haupttäter der Hetzjagd in Guben, bei der 1999 ein 28-Jähriger zu Tode kam, sowohl fĂźr die Wahl zur Gubener Stadtverordnetenversammlung als auch fĂźr den Kreistag im Landkreis Spree-NeiĂe fĂźr die NPD an.cite-ref-202[202]
Im August 2009 berichtete das ARD-Magazin Fakt, die NPD fordere ihre Mitglieder auf, verstärkt fßr das SchÜffenamt zu kandidieren und so Einfluss auf die Rechtsprechung zu nehmen, um zum Beispiel ein hÜheres Strafmaà fßr Ausländer durchzusetzen.cite-ref-203[203] Laut dem Bericht sei es der Partei dabei gelungen, eine Kreistagskandidatin im Amtsgericht Riesa als SchÜffin unterzubringen.cite-ref-focus-204-0[204]
Der 2005 gegrßndete Verein Bildungswerk fßr Heimat und nationale Identität dient als parteinahe Stiftung fßr den sächsischen Landesverband der Partei.
Die Heimat ist Mitglied der Allianz fßr Frieden und Freiheit und unterhält Kontakte zu anderen radikalen bzw. extremistischen Parteien. Davon sind aber nur wenige bei Wahlen erfolgreich. Nur die ungarische Jobbik und die griechische Chrysi Avgi sind oder waren in nationalen Parlamenten vertreten.cite-ref-205[205] Bis zur Annexion der Krim 2014 pflegte die NPD Kontakte mit ukrainischen Nationalisten wie der UNA-UNSO oder der Swoboda-Partei, die jedoch inzwischen als angespannt gelten.cite-ref-206[206] Seitdem bemßht sich Die Heimat um ein gutes Verhältnis zu Russland.cite-ref-207[207]
Seit November 2020 betreibt Die Heimat den YouTube-Kanal avosTV.cite-ref-208[208]
Gegeninitiativen und Kritik
â
Hauptartikel
:
Initiativen gegen Rechtsextremismus in Deutschland
Gegen Die Heimat sind einige zivilgesellschaftliche ZusammenschlĂźsse entstanden. So berichtete etwa der noch unter dem alten Parteinamen laufende NPD-Blog, ein von Patrick Gensing von 2005 bis 2016 betreuter Watchblog, regelmäĂig kritisch Ăźber Aktivitäten der Partei. Die Kampagne NPD-Verbot jetzt hatte 2011 eine deutschlandweite Unterschriftenaktion ins Leben gerufen, die sich fĂźr ein Verbot der NPD starkmachte. Dabei konnten 175.445 Unterschriften gesammelt werden. Prominente UnterstĂźtzung erfuhr die Kampagne durch Hannelore Elsner, Frank Werneke und das Präsidium des 1. FC NĂźrnberg.
Die satirische Vereinigung Front Deutscher Ăpfel griff seit 2004 deutschlandweit verschiedene Organisationsmerkmale und Verhaltensweisen der NPD an und parodiert diese. Mittlerweile tritt sie nicht mehr Ăśffentlich in Erscheinung.
Zudem engagierten sich zahlreiche BĂźrgerinitiativen gegen die Aktivitäten der Partei. So inszenierte etwa der âAktionskreis fĂźr GĂśrlitzâ zu der Landtagswahl in Sachsen 2009 medienwirksam die Anbringung von 600 Plakaten mit der Aufschrift âGĂśrlitz sagt Nein! zur NPDâ.cite-ref-209[209] Die Fassade der Parteizentrale in Berlin-KĂśpenick wurde seit Einzug der Heimat in das Gebäude mehrfach Ziel von Farbanschlägen und politischen Graffiti und wird daher von der Polizei bewacht.cite-ref-210[210]
Die Informations- und Beteiligungskampagne Endstation Rechts, als Initiative der Jusos in der SPD, ist ein tagesaktuelles Informationsportal und informiert Ăźber rechtsextreme und rechtskonservative Entwicklungen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen.cite-ref-211[211] Ziel ist es, den Wiedereinzug der Heimat, damals NPD in die Landtage beider Bundesländer zu verhindern. Als satirische Auseinandersetzung mit der Bekleidungsmarke Thor Steinar, die sich vor allem in der rechtsextremen Szene groĂer Beliebtheit erfreut, grĂźndete Endstation Rechts das Modelabel Storch Heinar.cite-ref-212[212] Daraufhin fĂźhrte Thor Steinar einen Rechtsstreit gegen Mathias Brodkorb, einen der Initiatoren der Projekte Endstation Rechts und Storch Heinar.cite-ref-213[213] Thor Steinar verlor 2010 den Prozess im sogenannten âNĂźrnberger Modeverbrecherprozessâ.cite-ref-214[214]cite-ref-215[215]
Seit der Umbenennung der Partei in Die Heimat wurden keine neuen Initiativen gegen die Partei initiiert.
Die sechs fĂźr Ostdeutschland zuständigen rĂśmisch-katholischen BischĂśfe warnten im Januar 2024 in einem gemeinsamen Appell mit dem Titel âEintreten fĂźr Demokratieâ vor den Umtrieben rechter Parteien, nämlich âkrude Ausweisungsphantasien fĂźr Migranten und ihre UnterstĂźtzer, die Ablehnung von Schutzangeboten fĂźr GeflĂźchtete, die Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung, der alleinige Fokus auf Leistungsfähigkeit, die Leugnung des menschengemachten Klimawandels und die pauschale Verächtlichmachung von politischen Akteuren und Institutionenâ; dabei nannten sie ausdrĂźcklich, dass die Positionen âextremer Parteien wie dem III. Weg, der Partei Heimat oder auch der AfDâ nicht akzeptabel seien.cite-ref-216[216]cite-ref-217[217]
Verbotsverfahren
â
Hauptartikel
:
NPD-Verbotsverfahren (2001â2003)
und
NPD-Verbotsverfahren (2013â2017)
2001 wurde von der Bundesregierung unter Gerhard SchrĂśder ein Antrag beim Bundesverfassungsgericht eingereicht, der das Ziel hatte, die NPD aufgrund festzustellender Verfassungswidrigkeit verbieten zu lassen; Bundestag und Bundesrat brachten eigene Verbotsanträge ein. Das Bundesverfassungsgericht stellte die Verfahren am 18. März 2003 aus VerfahrensgrĂźnden ein, nachdem bekannt geworden war, dass in den Reihen der Partei V-Leute des Verfassungsschutzes tätig waren. Die VerfassungsgemäĂheit der Partei wurde nicht geprĂźft.
In der Folge wurde die Frage nach einem mĂśglichen Verbot der Partei in der Politik kontrovers diskutiert. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann kĂźndigte im September 2009 ein erneutes Verbotsverfahren in Zusammenarbeit mit den Ministerpräsidenten der SPD-regierten Bundesländer und entgegen der Meinung von Innenminister Wolfgang Schäuble an. Er kommentierte seinen Plan mit den Worten: âBayern mĂśchte dem Treiben der NPD nicht zusehen, bis sich diese Verfassungsfeinde in der Republik etabliert haben.âcite-ref-218[218]cite-ref-219[219]
2012 beschlossen die CDU- und CSU-gefĂźhrten Bundesländer, dass sie mittlerweile dazu bereit seien, die âV-Leuteâ aus der Partei abzuziehen, was ein erneutes Verfahren wahrscheinlicher macht. Die Innenminister der Länder sowie der Innenminister des Bundes beschlossen das Verbotsverfahren nun wieder voranzutreiben.cite-ref-220[220]cite-ref-221[221]
Im Zuge der Ăśffentlichen Debatte um ein Verbot der NPD erhob diese eine Organklage vor dem Bundesverfassungsgericht, in welchem sie beantragte, âfestzustellen, dass die Antragstellerin nicht verfassungswidrig im Sinne des Art. 21 Abs. 2 GG istâ.cite-ref-222[222] Dieser und andere Anträge der damaligen NPD zur Sache wurden in der Entscheidung des 2. Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 20. Februar 2013 (2 BvE 11/12) abgelehnt.cite-ref-223[223]
Ausgangspunkt der Argumentation des Bundesverfassungsgerichts war dessen Auffassung, dass politische Parteien âin der Wahrnehmung ihrer Rechte freiâ seien, solange das Bundesverfassungsgericht nicht ihre Verfassungswidrigkeit festgestellt hat, und daher âdarin nicht durch administratives Einschreiten unter Berufung auf die Behauptung ihrer Verfassungswidrigkeit gehindert werdenâ dĂźrfen.
Weiterhin stellte das Bundesverfassungsgericht fest, dass politische Parteien sich âentsprechend ihrer Aufgabe, bei der politischen Willensbildung des Volkes mitzuwirken (Art. 21 Abs. 1 Satz 1 GG), der Ăśffentlichen Auseinandersetzungâ zu stellen hätten und: âTeil der Ăśffentlichen Auseinandersetzung sind ĂuĂerungen zur Einschätzung einer politischen Partei als verfassungsfeindlich, sofern sie sich im Rahmen von Recht und Gesetz halten. Solchen ĂuĂerungen kann und muss die betroffene Partei mit den Mitteln des Meinungskampfes begegnen.â
Nachdem 2003 ein beginnendes Verbotsverfahren gegen die NPD gescheitert war, startete 2015 eine neue Runde zum Verbot der Partei, und bereits im März 2016 erfolgten die ersten drei Verhandlungstage vor dem Bundesverfassungsgericht.cite-ref-224[224] Am 17. Januar 2017 wurde der Antrag vom Bundesverfassungsgericht als unbegrßndet zurßckgewiesen. Die NPD sei zwar verfassungsfeindlich, aber aktuell keine Bedrohung fßr die freiheitlich-demokratische Grundordnung.cite-ref-225[225]cite-ref-zeit-2017-01-17-159-1[159]
Ausschluss von der Parteienfinanzierung
Im Juli 2019 stellten Bundesrat, Bundestag und Bundesregierung beim Bundesverfassungsgericht einen Antrag nach dem im Juli 2017 neugeschaffenen Art. 21 Abs. 3 GG, da die Partei weiterhin das Ziel verfolge, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beseitigen.cite-ref-226[226] Im Juli 2023 fand die mĂźndliche Verhandlung in der Sache statt.
Mit Urteil vom 23. Januar 2024 gab der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts dem Antrag statt und entschied, dass die Partei fßr die Dauer von sechs Jahren von der staatlichen Finanzierung nach § 18 Parteiengesetz (PartG) ausgeschlossen ist.cite-ref-bvg24-009-10-3[10] Der Passus ßber die staatliche Finanzierung hat wegen seit 2021 fehlender Wahlerfolge zurzeit keine direkten Auswirkungen, allerdings entfallen auch sämtliche steuerlichen Vorteile fßr die Partei und ihre Spender.cite-ref-227[227]
Wahlergebnisse
Bundestagswahlergebnisse
| Bundestagswahlergebnisse [ 228 ] | Bundestagswahlergebnisse [ 228 ] | Bundestagswahlergebnisse [ 228 ] | Bundestagswahlergebnisse [ 228 ] |
|---|---|---|---|
| Jahr | StimmenÂanzahl | StimmenÂanteil | Mandate |
| 1965 | 0. 664.193 | 2,0 % | â |
| 1969 | 1.422.010 | 4,3 % | â |
| 1972 | 0. 207.465 | 0,6 % | â |
| 1976 | 0. 122.661 | 0,3 % | â |
| 1980 | 0.0 68.096 | 0,2 % | â |
| 1983 | 0.0 91.095 | 0,2 % | â |
| 1987 | 0. 227.054 | 0,6 % | â |
| 1990 | 0. 145.776 | 0,3 % | â |
| 1994 | 0. n. a. | n. a. | â |
| 1998 | 0. 126.571 | 0,3 % | â |
| 2002 | 0. 215.232 | 0,4 % | â |
| 2005 | 0. 748.568 | 1,6 % | â |
| 2009 | 0. 635.525 | 1,5 % | â |
| 2013 | 0. 560.828 | 1,3 % | â |
| 2017 | 0. 176.715 | 0,4 % | â |
| 2021 | 0.0 64.574 | 0,1 % | â |
| 2025 | 0. n. a. | n. a. | â |
Europawahlergebnisse
| Europawahlergebnisse [ 229 ] | Europawahlergebnisse [ 229 ] | Europawahlergebnisse [ 229 ] | Europawahlergebnisse [ 229 ] |
|---|---|---|---|
| Jahr | Stimmenanzahl | Stimmenanteil | Mandate |
| 1979 | n. a. | n. a. | â |
| 1984 | 198.633 | 0,8 % | â |
| 1989 | n. a. | n. a. | â |
| 1994 | 0 77.227 | 0,2 % | â |
| 1999 | 107.662 | 0,4 % | â |
| 2004 | 241.743 | 0,9 % | â |
| 2009 | n. a. | n. a. | â |
| 2014 | 301.139 | 1,0 % | 1 |
| 2019 | 101.011 | 0,3 % | â |
| 2024 | 40.968 | 0,1 % | â |
⢠Bemerkung: Die Europawahl 2014 war die erste Europawahl, bei der in Deutschland keine Sperrklausel mehr galt, nachdem das Bundesverfassungsgericht die Drei-Prozent-Hßrde und zuvor die Fßnf-Prozent-Hßrde fßr unzulässig erklärt hatte. Ein Einzug ins EU-Parlament war schon mit etwa 0,5 % der Stimmen mÜglich, Udo Voigt wurde gewählt. 2019 galt dieselbe Regelung, die NPD erhielt aber nicht genug Stimmen fßr einen erneuten Einzug.
Landtagswahlergebnisse
| Landtagswahlergebnisse 1965 bis 1989 (in Prozent) | Landtagswahlergebnisse 1965 bis 1989 (in Prozent) | Landtagswahlergebnisse 1965 bis 1989 (in Prozent) | Landtagswahlergebnisse 1965 bis 1989 (in Prozent) | Landtagswahlergebnisse 1965 bis 1989 (in Prozent) | Landtagswahlergebnisse 1965 bis 1989 (in Prozent) | Landtagswahlergebnisse 1965 bis 1989 (in Prozent) | Landtagswahlergebnisse 1965 bis 1989 (in Prozent) | Landtagswahlergebnisse 1965 bis 1989 (in Prozent) | Landtagswahlergebnisse 1965 bis 1989 (in Prozent) | Landtagswahlergebnisse 1965 bis 1989 (in Prozent) | Landtagswahlergebnisse 1965 bis 1989 (in Prozent) | Landtagswahlergebnisse 1965 bis 1989 (in Prozent) | Landtagswahlergebnisse 1965 bis 1989 (in Prozent) | Landtagswahlergebnisse 1965 bis 1989 (in Prozent) | Landtagswahlergebnisse 1965 bis 1989 (in Prozent) | Landtagswahlergebnisse 1965 bis 1989 (in Prozent) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | BW [ 230 ] | BY [ 231 ] | BE [ 232 ] | | HB [ 233 ] | HH [ 234 ] | HE [ 235 ] | | NI [ 236 ] | NW [ 237 ] | RP [ 238 ] | SL [ 239 ] | | | SH [ 240 ] | |
| 1965 | | | | | | | | | | | | n. a. | | | | |
| 1966 | | 7,4 | | | | 3,9 | 7,9 | | | n. a. | | | | | | |
| 1967 | | | n. a. | | 8,8 | | | | 7,0 | | 6,9 | | | | 5,8 | |
| 1968 | 9,8 | | | | | | | | | | | | | | | |
| 1970 | | 2,9 | | | | 2,7 | 3,0 | | 3,2 | 1,1 | | 3,4 | | | | |
| 1971 | | | n. a. | | 2,8 | | | | | | 2,7 | | | | 1,3 | |
| 1972 | n. a. | | | | | | | | | | | | | | | |
| 1974 | | 1,1 | | | | 0,8 | 1,0 | | 0,6 | | | | | | | |
| 1975 | | | n. a. | | 1,1 | | | | | 0,4 | 1,1 | 0,7 | | | 0,5 | |
| 1976 | 0,9 | | | | | | | | | | | | | | | |
| 1978 | | 0,6 | | | | 0,3 | 0,4 | | 0,4 | | | | | | | |
| 1979 | | | n. a. | | 0,4 | | | | | | 0,7 | | | | 0,2 | |
| 1980 | 0,1 | | | | | | | | | n. a. | | n. a. | | | | |
| 1981 | | | n. a. | | | | | | | | | | | | | |
| 1982 | | 0,6 | | | | n. a. | n. a. | | n. a. | | | | | | | |
| 1983 | | | | | n. a. | | n. a. | | | | 0,1 | | | | n. a. | |
| 1984 | n. a. | | | | | | | | | | | | | | | |
| 1985 | | | n. a. | | | | | | | n. a. | | 0,7 | | | | |
| 1986 | | 0,5 | | | | n. a. | | | n. a. | | | | | | | |
| 1987 | | | | | n. a. | n. a. | n. a. | | | | 0,8 | | | | n. a. | |
| 1988 | 2,1 | | | | | | | | | | | | | | 1,2 | |
| 1989 | | | n. a. | | | | | | | | | | | | | |
| Landtagswahlergebnisse ab 1990 (in Prozent) | Landtagswahlergebnisse ab 1990 (in Prozent) | Landtagswahlergebnisse ab 1990 (in Prozent) | Landtagswahlergebnisse ab 1990 (in Prozent) | Landtagswahlergebnisse ab 1990 (in Prozent) | Landtagswahlergebnisse ab 1990 (in Prozent) | Landtagswahlergebnisse ab 1990 (in Prozent) | Landtagswahlergebnisse ab 1990 (in Prozent) | Landtagswahlergebnisse ab 1990 (in Prozent) | Landtagswahlergebnisse ab 1990 (in Prozent) | Landtagswahlergebnisse ab 1990 (in Prozent) | Landtagswahlergebnisse ab 1990 (in Prozent) | Landtagswahlergebnisse ab 1990 (in Prozent) | Landtagswahlergebnisse ab 1990 (in Prozent) | Landtagswahlergebnisse ab 1990 (in Prozent) | Landtagswahlergebnisse ab 1990 (in Prozent) | Landtagswahlergebnisse ab 1990 (in Prozent) |
| Jahr | BW | BY | BE | BB [ 241 ] | HB | HH | HE | MV [ 242 ] | NI | NW | RP | SL | SN [ 243 ] | ST [ 244 ] | SH | TH [ 245 ] |
| 1990 | | n. a. | n. a. | 0,1 | | | | 0,2 | 0,2 | 0,0 | | 0,2 | 0,7 | 0,1 | | 0,2 |
| 1991 | | | | | n. a. | n. a. | n. a. | | | | n. a. | | | | | |
| 1992 | 0,9 | | | | | | | | | | | | | | n. a. | |
| 1993 | | | | | | n. a. | | | | | | | | | | |
| 1994 | | 0,1 | | n. a. | | | | 0,1 | 0,2 | | | n. a. | n. a. | n. a. | | n. a. |
| 1995 | | | n. a. | | 0,1 | | 0,3 | | | n. a. | | | | | | |
| 1996 | n. a. | | | | | | | | | | 0,4 | | | | n. a. | |
| 1997 | | | | | | 0,1 | | | | | | | | | | |
| 1998 | | 0,2 | | | | | | 1,1 | n. a. | | | | | n. a. | | |
| 1999 | | | 0,8 | 0,7 | 0,3 | | 0,2 | | | | | n. a. | 1,4 | | | 0,2 |
| 2000 | | | | | | | | | | 0,0 | | | | | 1,0 | |
| 2001 | 0,2 | | 0,9 | | | n. a. | | | | | 0,5 | | | | | |
| 2002 | | | | | | | | 0,8 | | | | | | n. a. | | |
| 2003 | | n. a. | | | n. a. | | n. a. | | n. a. | | | | | | | |
| 2004 | | | | n. a. | | 0,3 | | | | | | 4,0 | 9,2 | | | 1,6 |
| 2005 | | | | | | | | | | 0,9 | | | | | 1,9 | |
| 2006 | 0,7 | | 2,6 | | | | | 7,3 | | | 1,2 | | | n. a. | | |
| 2007 | | | | | n. a. | | | | | | | | | | | |
| 2008 | | 1,2 | | | | n. a. | 0,9 | | 1,5 | | | | | | | |
| 2009 | | | | 2,5 | | | 0,9 | | | | | 1,5 | 5,6 | | 0,9 | 4,3 |
| 2010 | | | | | | | | | | 0,7 | | | | | | |
| 2011 | 1,0 | | 2,1 | | 1,6 | 0,9 | | 6,0 | | | 1,1 | | | 4,6 | | |
| 2012 | | | | | | | | | | 0,5 | | 1,2 | | | 0,7 | |
| 2013 | | 0,6 | | | | | 1,1 | | 0,8 | | | | | | | |
| 2014 | | | | 2,2 | | | | | | | | | 4,9 | | | 3,6 |
| 2015 | | | | | 0,2 | 0,3 | | | | | | | | | | |
| 2016 | 0,4 | | 0,6 | | | | | 3,0 | | | 0,5 | | | 1,9 | | |
| 2017 | | | | | | | | | n. a. | 0,3 | | 0,7 | | | n. a. | |
| 2018 | | n. a. | | | | | 0,2 | | | | | | | | | |
| 2019 | | | | n. a. | n. a. | | | | | | | | 0,6 | | | 0,5 |
| 2020 | | | | | | n. a. | | | | | | | | | | |
| 2021 | n. a. | | 0,1 | | | | | 0,8 | | | n. a. | | | 0,3 | | |
| 2022 | | | | | | | | | n. a. | n. a. | | n. a. | | | n. a. | |
| 2023 | | n. a. | 0,1 | | n. a. | | n. a. | | | | | | | | | |
| 2024 | | | | n. a. | | | | | | | | | n. a. | | | n. a. |
| Einzug in den Landtag |
|---|
| hÜchstes Ergebnis in den einzelnen Bundesländern, ohne Einzug in den Landtag |
| n. a. : nicht angetreten |
⢠Von 2004 bis 2009 galt der Deutschlandpakt zwischen NPD und DVU. Daher trat die NPD in den Ländern Brandenburg, Bremen, Hamburg und Sachsen-Anhalt nicht an. In Thßringen war ebenfalls ein Verzicht der NPD vorgesehen, allerdings wurde die Vereinbarung hier rßckgängig gemacht. Nach der Landtagswahl in Brandenburg 2009 wurde der Deutschlandpakt aufgekßndigt.cite-ref-246[246]
Bundesvorsitzende und Ehrenvorsitzende
Bundesvorsitzende
| Name | Name | Amtszeit |
|---|---|---|
| | Friedrich Thielen | 1964â1967 |
| | Wilhelm Gutmann kommissarisch | 1967 |
| | Adolf von Thadden | 1967â1971 |
| | Martin MuĂgnug | 1971â1990 |
| | Walter Bachmann kommissarisch | 1990â1991 |
| | GĂźnter Deckert | 1991â1996 |
| | Udo Voigt | 1996â2011 |
| | Holger Apfel | 2011â2013 |
| | Udo PastĂśrs | 2013â2014 |
| | Frank Franz | 2014â2024 |
| | Peter Schreiber | 2024â |
Ehrenvorsitzende
Der bislang einzige Ehrenvorsitzende der Partei war Walter Bachmann, der 1991 nach GĂźnter Deckerts Wahl zum Parteivorsitzenden zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde und dies bis zu seinem Tod 2002 blieb.
Parteitage
| Nr. | Datum | Ort |
|---|---|---|
| | 28. November 1964 | Hannover (GrĂźndungsversammlung) |
| 1. | 7.â9. Mai 1965 | Hannover |
| 2. | 17.â19. Juni 1966 | Karlsruhe |
| 3. | 10.â12. November 1967 | Hannover |
| | 22. Februar 1969 | Schwabach (AuĂerordentlicher Bundesparteitag) |
| 4. | 13.â15. Februar 1970 | Wertheim |
| 5. | 19.â21. November 1971 | Holzminden |
| 6. | 21. Oktober 1972 | DĂźsseldorf |
| 7. | 12.â14. Oktober 1973 | DĂźsseldorf |
| 8. | 12./13. Oktober 1974 | MĂźnchen |
| 9. | 18./19. Oktober 1975 | Ketsch |
| 10. | 14. November 1976 | Frankfurt am Main |
| 11. | 26./27. März 1977 | Hannover |
| 12. | 18./19. November 1978 | Arolsen |
| 13. | 8./9. Dezember 1979 | Ketsch |
| 14. | 22./23. November 1980 | Augsburg |
| 15. | 24./25. Oktober 1981 | VĂślklingen |
| 16. | 26./27. Juni 1982 | Germersheim |
| 17. | 1./2. Oktober 1983 | Fallingbostel |
| 18. | 3./4. November 1984 | MĂźnchen |
| 19. | 14./15. September 1985 | Neustadt an der WeinstraĂe |
| 20. | 8./9. November 1986 | Willingen |
| 21. | 13.â15. November 1987 | Uehlfeld und HĂśchstadt |
| | 26. Juni 1988 | Feucht (AuĂerordentlicher Bundesparteitag) |
| 22. | 11./12. Februar 1989 | Rahden |
| 23. | 19./20. Mai 1990 | Helmstedt |
| | 7. Oktober 1990 | Erfurt (AuĂerordentlicher Bundesparteitag) |
| 24. | 8./9. Juni 1991 | Herzogenaurach |
| 25. | 18. August 1993 | CoppenbrĂźgge |
| | 15. Januar 1994 | Ehringshausen (AuĂerordentlicher Bundesparteitag) |
| 26. | 10./11. Juni 1995 | Arnstorf |
| | 23./24. März 1996 | Bad DĂźrkheim (AuĂerordentlicher Bundesparteitag) |
| | 7./8. Dezember 1996 | Ohrel (AuĂerordentlicher Bundesparteitag) |
| 27. | 10./11. November 1998 | Stavenhagen |
| 28. | 23./24. Januar 1999 | Mulda |
| 29. | 18./19. März 2000 | Mßhlhausen (Oberpfalz) |
| | 16./17. März 2002 | KÜnigslutter |
| | 3./4. Oktober 2003 | SaarbrĂźcken (AuĂerordentlicher Bundesparteitag) |
| | 29./30. Oktober 2004 | Leinefelde |
| 31. | 11./12. November 2006 | Berlin |
| 32. | 24./25. Mai 2008 | Bamberg |
| | 4./5. April 2009 | Berlin |
| | 4./5. Juni 2010 | Bamberg (AuĂerordentlicher Bundesparteitag) |
| | 6. November 2010 | HohenmĂślsen (AuĂerordentlicher Bundesparteitag) |
| | 12./13. November 2011 | Neuruppin |
| 33. | 26./27. Mai 2012 | Bamberg |
| 34. | 20./21. April 2013 | Weinheim |
| 35. | 1./2. November 2014 | Weinheim |
| 36. | 21./22. November 2015 | Weinheim |
| 37. | 11./12. März 2017 | Saarbrßcken |
| 38. | 30. November / 1. Dezember 2019 | Riesa [ 247 ] |
| 39. | 15./16. Mai 2022 | Altenstadt |
| 40. | 3./4. Juni 2023 | Riesa |
| 41. | 23./24. November 2024 | Bernsdorf (Landkreis Zwickau) |
Siehe auch
Literatur
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Weblinks
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: Nationaldemokratische Partei Deutschlands
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Wikiquote: Die Heimat
â Zitate
⢠Dossier zum NPD-Verbot der Bundeszentrale fßr politische Bildung von Oktober/November 2013
⢠Dossier zur NPD des Spiegel
Einzelnachweise
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